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Vier Frauen, ein Ziel: Die Welt ein bisschen besser machen

Der 8. März ist Weltfrauentag! Diesen nehmen wir zum Anlass, vier fantastische Frauen, die wir im Rahmen unserer Reportagen für "Du bist ein Gewinn – Das Magazin der Deutschen Fernsehlotterie" kennengelernt haben, noch einmal näher vorzustellen. Sie haben uns mit ihrem unermüdlichen Einsatz schwer beeindruckt – und stehen stellvertretend für all die engagierten Frauen, die für Hilfebedürftige alles geben und so die Welt ein kleines bisschen besser machen.

 Marlies Paschen

…kämpft für eine Verbesserung der Lebensumstände von Kindern mit den unheilbaren Krankheiten NCL und Leukodystrophie.

Marlies Paschen, Vorsitzende des Hamburger Vereins Freunde der Kinderklinik, und Theo Froehlich im Gespräch mit einem betroffenen Vater

Als ihre Freundin, deren krebskrankes Kind erfolgreich im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) behandelt wurde, sie vor vielen Jahren fragte: „Ich möchte etwas tun! Hilfst du mir?“ – da war für Marlies Paschen gleich klar: „Das mache ich!“

„Wir haben ganz klein angefangen“, erzählt sie. „Ursprünglich sammelten wir Spenden für Kinder mit Krebs.“ Doch schnell fällt den engagierten Frauen auf: Für diesen Zweck gibt es bereits viele Initiativen und Vereine – und damit auch viel Hilfe. „Also sind wir zum damaligen Leiter der Kinderklinik gegangen und haben ihn gefragt: Gibt es hier Kinder, die Hilfe brauchen, aber keine haben?“, erinnert sich Paschen. Da erfuhren sie zum ersten Mal von Leukodystrophie und NCL – beides genetisch bedingte degenerative Hirnerkrankungen bei Kindern. Die Patienten verlieren, je nach Art und Form der Erkrankung, nach und nach ihre motorischen und/oder geistigen Fähigkeiten. Beide Krankheiten schreiten unerbittlich fort und gelten als unheilbar.

Wir kämpfen dafür, dass betroffene Kinder weniger leiden müssen und dass Eltern die Hilfe erhalten, die sie brauchen.
Marlies Paschen, Vorsitzende des Vereins Freunde der Kinderklinik

Seit über 25 Jahren steht Marlies Paschen nun mit ihrem Verein (s. Infokasten) der Kinderklinik des UKE als Freundeskreis zur Seite, um den Kampf gegen NCL und Leukodystrophie zu unterstützen. Mit zahlreichen Aktivitäten macht sie gemeinsam mit ihren Mitstreitern auf die seltenen Erkrankungen aufmerksam, wirbt unermüdlich um Spenden und Sponsoren. Heute ist die Kinderklinik des UKE mit ihren NCL- und Leukodystrophie-Sprechstunden, dank umfangreicher Forschungsarbeit, europaweit eine der ersten Anlaufstellen für betroffene Patienten. Ein toller Erfolg für Marlies Paschen, die 2017, stellvertretend für das Engagement des ganzen Teams, TV-Sender Hamburg 1 als „Hamburgerin des Jahres für soziales Engagement“ ausgezeichnet wurde. Herzlichen Glückwunsch!

Lies hier, wie der einjährige Emir seiner Leukodystrophie mit einem Lächeln entgegentritt – und wie ein Meilenstein in der NCL-Forschung den Eltern der kleinen Sophie* Hoffnung macht.

Info

  • Damit der Verein Freunde der Kinderklinik des UK Eppendorf e.V. das NCL- und Leukodystrophie-Ärzte- und Pflegeteam auch weiterhin unterstützen kann, sucht Marlies Paschen neue, motivierte Mitglieder. Du möchtest einen Teil zur wichtigen Arbeit des Freundeskreises beitragen? Über die E-Mail info@freunde-der-kinderklinik-ke.de oder die Telefonnummer 040/460 58 15 kannst Du direkt mit dem Verein Kontakt aufnehmen.
  • Wir freuen uns, dass wir Frau Paschen und ihr Team mit 3.000 Euro im Rahmen der Kooperation mit Hamburg 1 unterstützen konnten!

Christine Worch

…schafft einkommensschwachen Senioren die Möglichkeit der kulturellen und sozialen Teilhabe.

Christine Worch von den Kulturisten Hoch2 mit Teilnehmerin Frau Rieper aus Hamburg

Altersarmut bedroht Millionen Menschen in Deutschland. Alleine in Hamburg sind über 25.000 Senioren auf Grundsicherung angewiesen. Wenn das Geld kaum zum Leben reicht, ist an Unternehmungen in der Freizeit erst recht nicht mehr zu denken! Deshalb laufen viele Senioren Gefahr, zu vereinsamen.  Das möchte Christine Worch verhindern. „Die Menschen, die wegen ihrer kleinen Renten jeden Cent umdrehen müssen, haben dazu beigetragen, dass in unserem Land heute so ein Wohlstand herrscht“, sagt sie. Deshalb setzt sie sich dafür ein, dass diesen Menschen etwas zurückgegeben, ihnen kulturelle und soziale Teilhabe ermöglicht wird.

„Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen ältere Menschen, die wirtschaftlich, manchmal auch körperlich, eingeschränkt sind und sich nichts leisten können“, sagt Worch. 2016 rief sie das Projekt Kulturisten Hoch2 ins Leben, das Senioren die Möglichkeit bietet, trotz kleiner Renten weiterhin Kulturveranstaltungen zu besuchen – gemeinsam mit einer Schülerin oder eines Schülers aus dem selben Stadtteil.

Wir schließen niemanden aus. Für jeden Senior finden wir auch einen Schüler – denn die sind Feuer und Flamme.
Christine Worch, Projektinitiatorin von Kulturisten Hoch2

„Am Anfang waren viele der älteren Menschen skeptisch“, erinnert sich Worch. „Sie fragten: ‚Will so ein junger Mensch das überhaupt machen?“ Doch die Schüler sind Feuer und Flamme – denn Worch wirbt mit viel Engagement um ihre Beteiligung, betreibt Aufklärung und ermöglicht ihnen Workshops, in denen sie am eigenen Leib erfahren können, wie es sich anfühlt alt zu sein.

Hier kannst Du nachlesen, wie Schülerin Julia und Rentnerin Ingrid Rieper ihren gemeinsamen Besuch im Theater erlebt haben.

Info

  • Christine Worch und das Projekt Kulturisten Hoch2 wurd 2017 beim Deutschen Nachbarschaftspreis als Sieger des Bundeslandes Hamburg ausgezeichnet und war ebenfalls für den Deutschen Engagementpreis nominiert.
  • Auch wir finden, dass keiner im Alter alleine sein sollte und setzen uns für eine lebendige Nachbarschaft ein. Frau Worch steht bereits mit der Stiftung Deutsches Hilfswerk bezüglich einer möglichen Förderung in Kontakt.

Lisete Schwarz und Julia

…schaffen positive Zukunftschancen für sozial benachteiligte Kinder.

Lisete Schwarz vom Verein Stern des Südens in Flörsheim
Julia, Studentin, engagiert sich beim Verein Stern des Südens in Flörsheim

Wie es ist, arm zu sein, weiß Lisete Schwarz nur zu gut. Sie wuchs mit vier Geschwistern in Brasilien auf, ein Sturm zerstörte ihr Zuhause – da war sie gerade sechs Jahre alt! Damals sagte ihre Mutter etwas zu ihr, das Lisete bis heute nicht losgelassen hat: „Wir sind jetzt arm geworden. Doch es gibt Millionen von Menschen, die noch viel ärmer sind als wir. Denen müssen wir helfen.“

„Als meine Mutter starb, war es für mich selbstverständlich, ihr gutes Werk fortzuführen“, erinnert sich Lisete, die der Liebe wegen nach Deutschland zog. Sie gründete den Verein Stern des Südens e.V. – benannt nach dem Sternbild, das in Lateinamerika Hoffnung bedeutet: „Estrela do Sul“. Seitdem setzt sie sich im hessischen Flörsheim, unterstützt von vielen Ehrenamtlichen, für bedürftige Kinder und Jugendliche ein. Sie erhalten im Vereinshaus Schulmaterial, Hilfe bei den Hausaufgaben und können sich außerdem spielerisch und kreativ entfalten. „Wir möchten ihnen bessere Zukunftschancen ermöglichen“, sagt Lisete.

Solange ich lebe, die Kraft und Mitstreiter habe, die mich begleiten und bei meiner Arbeit unterstützen, werde ich nicht aufhören anderen Menschen zu helfen!
Lisete Schwarz, Vereinsgründerin von Stern des Südens e.V.

Eine der Ehrenamtlichen, die sie darin unterstützen, ist Julia. Die Psychologie-Studentin packt seit über zwei Jahren beim Verein mit an. Später möchte Julia einmal Gutachten für das Familiengericht schreiben. Bei der Arbeit mit den Mädchen und Jungen, die derzeit aus bis zu 14 Nationen kommen, kann sie viele Erfahrungen sammeln. Sie hilft ihnen vor allem beiden Hausaufgaben. „Die Kinder sind sehr neugierig und anspruchsvoll beim Lernen“, sagt sie. „Im letzten Jahr hat sogar ein Mädchen das Abitur geschafft.“ Das ist das Schönste an dieser Arbeit, sagt Julia. „Wenn man merkt, dass man etwas erreichen kann, dass die Kinder gute Noten schreiben und so später auch große Chancen nutzen können, das ist ein ganz tolles Gefühl!“

Erfahre hier, wie aus hilfebedürftigen Kindern kleine Künstler werden, die gestärkt in die Zukunft blicken können.

Info

  • Mit gezielten Aktionen unterstützen Lisete Schwarz und ihre Mitstreiter im Verein Stern des Südens e.V. auch Schulen, Kitas und andere Einrichtungen. Die gesammelten Spenden fließen vollständig in verschiedene Hilfsprojekte.
  • Im Vereinshaus erhalten Kinder Hausaufgabenbetreuung und Deutschunterricht. Dank der 63.000 Euro Förderung der Deutschen Fernsehlotterie konnte das Haus gekauft werden.
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1 Kommentar

Barbara Israel (74 ) – 08.03.2018, 23:12 Uhr

Durch meine Familie habe ich einige nette Menschen kennengelernt, die auf der Insel Fehmarn wohnen, in der Stadt Burg. Berichten möchte ich über Tilda Meier, Rentnerin, kümmert sich seit vielen, vielen Jahren um ihre Familie mit z. T. kranken Familienmitgliedern und kocht regelmäßig auf hohem Niveau für Mitglieder in ihrer Kirchengemeinde: Selbstverstänlich, engagiert, mit sehr viel Freude und mit großen Herzen - bescheiden!!!

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