Stiftung Deutsches Hilfswerk beteiligt sich an Demografie-Austauschtreffen im Emsland

Der demografische Wandel verändert unsere Gesellschaft. Die Menschen in Deutschland werden immer älter, der Anteil an Zuwanderern größer.

Diese Entwicklungen haben vor allem Auswirkungen auf kleine Gemeinden in ländlich geprägten Regionen. Deswegen fördert die Deutsche Fernsehlotterie über die Stiftung Deutsches Hilfswerk gezielt Projekte zur Quartiersentwicklung. Gleichzeitig bringt sich das Deutsche Hilfswerk aktiv in den Austausch mit Städten und Gemeinden ein – so auch beim Treffen der „Demografiewerkstatt Kommunen“ am 6. März 2018 in Vrees.

„Die Voraussetzung für ein solidarisches Miteinander in Deutschland sind lebendige Nachbarschaften“, betont Christian Kipper, Geschäftsführer der Deutschen Fernsehlotterie und der Stiftung Deutsches Hilfswerk. „In Zeiten des demografischen Wandels schwindet der Zusammenhalt in vielen Quartieren. Um dem entgegenzuwirken, helfen wir Kommunen dabei, Nachbarschaften zu stärken“, sagt Kipper und verweist auf die Demografiewerkstatt Kommunen, die seit 2016 von der Deutschen Fernsehlotterie und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt wird. In dem Modellprojekt, an dem sich acht Kommunen – darunter der Landkreis Emsland – beteiligen, werden Strategien zur Gestaltung des demografischen Wandels entwickelt, von denen auch andere Städte und Gemeinden profitieren sollen.

Im Rahmen des zweiten Austauschtreffens der Demografiewerkstatt am 6. März in Vrees stellte Ulrich Meyerratken, Leiter des Förderwesens der Stiftung Deutsches Hilfswerk, mehrere beispielhafte Quartiersprojekte vor, die durch Erlöse aus dem Losverkauf der Deutschen Fernsehlotterie möglich gemacht wurden.

„Starke Nachbarschaften tragen dazu bei, dass zum Beispiel ältere Menschen länger in ihrem gewohnten Umfeld wohnen bleiben können“, erklärte Meyerratken im Bürgerhaus der Gemeinde vor zahlreichen Vertretern von Kommunen sowie freien und gemeinnützigen Trägern aus der Region. Außerdem gab er Tipps zur Antragstellung und ermutigte Träger, bei der Konzeption von Quartiersprojekten neue Wege zu beschreiten: „Im besten Fall konzentrieren sich Quartiersprojekte nicht nur auf eine einzelne Personengruppe, sondern haben alle gesellschaftlichen Gruppen, die der Hilfe bedürfen, im Blick“, sagte der Stiftungsvertreter, bevor er seinen Zuhörern Rede und Antwort stand.

Die Stiftung Deutsches Hilfswerk wurde 1967 mit Sitz in Hamburg gegründet und dient der Verteilung des Reinerlöses der Fernsehlotterie an soziale und karitative Projekte und Maßnahmen freier gemeinnütziger Sozialleistungsträger. Insgesamt 73,2 Millionen Euro Fördergelder aus Lotterieeinnahmen stellte die Stiftung im vergangenen Jahr 469 sozialen Projekten und Einrichtungen in Deutschland zur Verfügung. Davon wurden über zwölf Millionen Euro für Quartiersprojekte bereitgestellt.