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„Sexualisierte Gewalt ist kein individuelles, sondern ein gesellschaftliches Problem!“

Jede zweite (!) Frau in Deutschland hat bereits sexuelle Belästigung erlebt. Viele von ihnen hadern damit, über das Erlebte zu sprechen – aus Scham, aber auch, weil Betroffene selbst heute noch die Schuld bei sich suchen. Woher kommt das? Und was sagt das über unsere Gesellschaft aus? Dr. Katharina Wojahn beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema und spricht beim Frauennotruf Bielefeld täglich mit Opfern von sexualisierter Gewalt. Im Interview erzählt sie, warum es „das typische Opfer“ nicht gibt und wie wir in unserer Gesellschaft mehr Solidarität für betroffene Frauen schaffen können.

Frau Dr. Wojahn, wir sprechen heute über sexualisierte Gewalt. Was genau versteht man unter diesem Begriff?

Katharina Wojahn: Genau, wir sprechen von sexualisierter Gewalt – nicht etwa von sexueller Gewalt. Denn sexualisierte Gewalt gehört nicht zu unserer Sexualität und sie hat viele verschiedene Gesichter. Da sprechen wir von Vergewaltigung, aber auch versuchter Vergewaltigung, die mitunter dieselben Folgen haben kann. Wir sprechen beispielsweise aber auch von unerwünschten Berührungen, von Beschimpfungen wie „Schlampe“ oder von unangenehmen oder peinlichen Dingen, die gesagt werden. Bei denen man vielleicht denkt: Das ist irgendwie eklig. Bei uns in der Beratung verstehen wir auch Stalking – also das Nachstellen einer Person – als eine Form von sexualisierter Gewalt.

Sexualisierte Gewalt begegnet uns also nicht nur in „dunklen Ecken“, sondern vor allem im Alltag?

Katharina Wojahn: Es sind Mythen, dass die Gefahr, Opfer von sexualisierter Gewalt zu werden, an Orten wie der dunklen Unterführung oder der schlecht beleuchteten Straße am größten ist. Der häufigste Tatort sind die eigenen vier Wände. Den betroffenen Frauen sind die Orte und die Personen meistens sehr vertraut. Im Alltag kann es dann schon bei diesen kleinen Grenzverletzungen, die Sexualität als Hintergrund haben, anfangen – wie eben beleidigende Kommentare, unerlaubtes Anfassen oder ein „Nein“, das nicht respektiert wird.

Wir alle tragen Verantwortung dafür, in was für einer Gesellschaft wir leben.
Dr. Katharina Wojahn, Frauennotruf Bielefeld

Gefühlt hat jeder Mensch eine eigene Grenze, etwas als unangemessen oder unangenehm zu empfinden. Aber darf es das überhaupt geben, das Gefühl: Ist das jetzt schon Belästigung oder nicht?

Katharina Wojahn: Das ist interessant, dass sie das sagen. Und ich glaube, dass es ein Klischee ist – und auch von Sprüchen wie „Jetzt stell dich mal nicht so an!“ befeuert wird. Denn damit haben viele Frauen zu hadern, fragen sich: Ist das jetzt wirklich übergriffig? Reicht es schon, dass ich mich belästigt fühle? Das sind schon sehr seltsame Fragen, oder? Aber es gibt Studien, die belegen, dass wir ein sehr feines Gespür dafür haben, ob etwas witzig gemeint ist oder doch etwas Bedrohliches hat.

Wie viele Frauen machen in ihrem Leben Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt?

Katharina Wojahn: Die Zahlen sind nicht schön: 2004 gab es eine repräsentative Studie zum Thema Gewalt an Frauen, die festgestellt hat, dass jede siebte Frau ab 15 Jahren mindestens einmal in ihrem Leben Opfer war von sexualisierter Gewalt, die strafrechtlich relevant war. Der Zeitpunkt der Studie liegt lange zurück und die Zahlen sind leider nicht besser geworden. Heute kann man sagen, dass mehr als jede zweite Frau – es sind 60 Prozent – in ihrem Leben schon sexuelle Belästigung erlebt hat.

Informationen über den Frauennotruf Bielefeld

Der Frauennotruf Bielefeld hilft Frauen und Mädchen ab 16 Jahren, die Opfer von sexualisierter Gewalt geworden sind.

Unter der Nummer 0521 – 12 42 48 sind die Beraterinnen zu folgenden Zeiten zu erreichen: montags, dienstags und freitags von 10-12 Uhr, mittwochs von 8.30-9.30 Uhr und donnerstags von 14-18 Uhr.

Alternativ können betroffene Frauen sich auch rund um die Uhr (anonym) über die Online-Beratung melden.

Vielen betroffenen Frauen fällt es schwer, über das Erlebte zu sprechen – es überhaupt zu erzählen. Haben sie Angst vor dem Stigma?

Katharina Wojahn: Da spielen viele Faktoren eine Rolle. Es ist ein sehr schambesetztes Thema. Betroffene Frauen wurden massiv in ihrer sexuellen Integrität angegriffen, oft gedemütigt und nicht ernstgenommen. Da sind einfach schon massive Grenzverletzungen passiert. Dann ist es besonders schwierig als verletzte Person, Hilfe zu suchen. Oft schämen sie sich auch, weil es noch immer Sprüche gibt wie „Selbst schuld!“. Gerade erst habe ich einen Zettel von der Polizei Bremen in der Hand gehabt, der von 1979 war. Darauf stand, wie man sich als Frau schützen kann und man sollte ankreuzen, ob man sich möglicherweise aufreizend angezogen hat, ob man im Dunkeln noch unterwegs war … Da waren die Schuldzuweisungen sehr deutlich. Heute funktioniert das subtiler, aber Frauen wird trotzdem noch häufig unterstellt, dass sie sich selbst in gefährliche Situationen begeben haben und es aus eigener Kraft hätten verhindern können.

Was sagt das über unsere Gesellschaft aus?

Katharina Wojahn: Wir alle tragen Verantwortung dafür, in was für einer Gesellschaft wir leben. Und wir haben vielleicht auch eine Vorstellung davon, in was für einer Gesellschaft wir leben wollen. Das ist genau das Problem mit sexualisierter Gewalt und Gewalt überhaupt: Sie ist nicht nur ein individuelles Problem! Gewalt passiert immer im gesellschaftlichen Kontext. Nach wie vor sind Chancen und Ressourcen – soziale, ökonomische, rechtliche und auch politische – unter Frauen und Männern ungleich verteilt. Diese strukturelle Ungleichheit ist oft zum Nachteil von Frauen. Die Ursachen von Gewalt, aber genauso die Möglichkeiten von Verarbeitung erlebter Gewalt, verlangen Einblick über die individuellen Möglichkeiten der Einzelnen hinaus. Wenn wir das nicht machen, dann wird Gewalt weiterhin als individuelles Problem der betroffenen Frauen reduziert. Genau das passiert mit einem „Ach, selbst schuld!“.

Sie sagten eben, dass betroffenen Frauen auch häufig unterstellt wird, dass sie bestimmte Situationen hätten verhindern können. Aber wie kann man sich vor sexualisierter Gewalt überhaupt schützen?

Katharina Wojahn: Keine Frau kann sich vor sexualisierter Gewalt schützen. Egal, wie sie aussieht, welche Kleidung sie trägt, wie alt sie ist, was sie beruflich macht, wie gebildet sie ist, welche Hautfarbe sie hat oder ob sie behindert ist oder nicht. Keine Frau ist davor geschützt, es durchzieht alle Schichten. Was sie im Alltag tun können, ist aufmerksam sein: Was sagt mein Bauchgefühl? Beim Ausgehen auf das Getränk achten, dass keine K.O.-Tropfen hineingegeben werden. Immer gut sind Selbstverteidigungskurse, da übt man unter anderem ganz laut Nein zu sagen und die eigenen Grenzen zu wahren. Schön ist es, wenn man in Gruppen aufeinander aufpasst. Und wenn man Zeuge oder Zeugin eines Übergriffs wird, Solidarität zeigen – und, wenn möglich, Zivilcourage.

Wie können wir in unserer Gesellschaft noch mehr Solidarität für Betroffene schaffen?

Katharina Wojahn: Rollenklischees und Machtstrukturen müssen weiterhin aufgebrochen werden. Sexualisierte Gewalt hat immer etwas mit Macht zu tun. Es geht, wie gesagt, nicht um Sexualität, sondern eigentlich immer um die Ausübung von Macht, das Kontrollieren von Verhalten. Es gibt politische Instrumente, die man verbessern könnte, der juristische Apparat funktioniert auch noch nicht so richtig.

Ein sehr einfaches Beispiel, wie mehr Solidarität im Alltag geschaffen werden kann, ist unsere Aktion „Good Night Out“. Wir haben Plakate gedruckt, die viele Gastronomiebetriebe in Bielefeld aufgehängt und damit Position bezogen haben: Wir wollen in unserem Lokal, unserer Gaststätte, unserem Club keine sexualisierte Gewalt, keine Belästigung. Wenn etwas ist: Wir sind ansprechbar! Jeder hat ein Recht darauf, einen gewaltfreien, schönen Abend zu erleben. So lässt sich das auch einem breiten Publikum zugänglich machen.

Weitere Hilfsangebote und Informationen

Bundeshilfetelefon: Das Bundesweite Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen ist 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr kostenfrei erreichbar und auf Wunsch anonym. Bei Bedarf werden Unterstützungs-Angebote in der Nähe vermittelt. Die Beratung am Telefon, per E-Mail und im Chat ist barrierefrei. Sie bekommen Beratung in 17 verschiedenen Sprachen und auch in Gebärdensprache. Angehörige, Freundinnen und Freunde sowie Fachkräfte können das Hilfetelefon für Fragen und Informationen nutzen.
Telefon: 08000 116016

Bundesverband bff “Gewalt gegen Frauen”: Der bff ist der Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe in Deutschland. In der Infothek sind ausführliche Informationen zu allen Themen von sexualisierter Gewalt, den verschiedenen Gewaltformen, Statistiken, Zahlen und Studien erhalten.

Auch die Bewegung #metoo hat das Thema wieder mehr in das Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit befördert. Wie stehen Sie zu der Aktion – und haben sich im Zuge dessen auch mehr Frauen bei Ihnen gemeldet, weil sie sich dadurch bestärkt gefühlt haben?

Katharina Wojahn: Durch diese globale Aktion ist sexualisierte Gewalt besprechbar geworden. Das Thema lag plötzlich in aller Munde und viele Menschen sind dafür sensibilisiert worden. Betroffenen fällt es in so einem Klima auch leichter, über eigene Erfahrung zu sprechen. Es hat sich also sehr wohl etwas verändert.

Es sind vor allem Frauen, die sexualisierte Gewalt erfahren. Doch auch Männer sind davon betroffen. Ihnen fällt es auch aus anderen Gründen schwer, über das Erlebte zu sprechen – zum Beispiel, weil es nicht dem Männlichkeitskonzept unserer Gesellschaft entspricht …

Katharina Wojahn: Das stimmt, es gibt auch viele betroffene Männer oder Jungs. Alle Menschen, denen sexualisierte Gewalt widerfährt, müssen Unterstützungsmöglichkeiten erhalten. Für Männer oder Jungs gibt es aber meines Wissens nicht einmal Schutzwohnungen – so wie es für Frauen z.B. Frauenhäuser gibt. Das wäre aber ein wichtiger Baustein. Und ja, ich glaube, dass gerade von Gewalt betroffene Männer oftmals bei der Suche nach Hilfe an diesem Männlichkeitskonzept scheitern. An dem Konzept, dass jemand, der von Gewalt betroffen ist, kein starker Mann mehr sei.

Jedes Unternehmen sollte einen Leitfaden gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz haben.
Dr. Katharina Wojahn, Frauennotruf Bielefeld

Anne Spiegel, Vorsitzende der Gleichstellungsbeauftragten- und Frauenministerkonferenz, sagte beim SWR2, dass vor allem noch bei sexueller Belästigung im Job Handlungsbedarf bestehe. Stimmen Sie ihr zu?

Katharina Wojahn: Auch da war die #metoo-Bewegung zentral, um diesen Bedarf sichtbar zu machen. Ich denke, jedes Unternehmen sollte einen Leitfaden gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz haben. Denn das heißt nicht, dass es sowas in dem Unternehmen gibt – sondern es ist ein Qualitätsmerkmal, wenn ein Unternehmen gute Maßnahmen und Umgangsregeln hat.

Sie arbeiten zum Teil eng mit ortsansässigen Unternehmen zusammen – zum Beispiel auch, wenn es um die Hilfestellung bei erfahrener sexualisierter Gewalt von Frauen mit Behinderung geht. Der Zugang zu Ihren Angeboten ist explizit barrierefrei gestaltet. Laut Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben gehören Frauen mit Behinderung besonders häufig zu den Betroffenen von sexualisierter Gewalt. Wie kommt es dazu?

Katharina Wojahn: Da sind wir wieder bei den Mythen. Was Frauen mit Behinderung anbelangt, wird oft gesagt: „Die sind doch gar nicht so schön, deswegen werden die nicht oft Opfer von sexualisierter Gewalt.“ Oder: „Die merken das doch vielleicht auch gar nicht und vergessen das schnell wieder, wenn ihnen sowas passiert.“ Das sind Mythen! Frauen mit Behinderung sind besonders schutzbedürftig. Oft bedürfen sie einer Pflege. Diese Arbeit so nah am Menschen wird oft ausgenutzt. Ich habe ja schon erwähnt, dass sexualisierte Gewalt auf Machtausübung basiert – und da werden Frauen mit Behinderung sehr schnell eine Zielgruppe.

Wie erreichen Sie diese Zielgruppe?

Katharina Wojahn: Diese Frauen haben noch einmal andere Bedürfnisse. Da muss man sich zum Beispiel sprachlich anpassen. Wir brauchen also eine sehr leichte Sprache, um gut mit ihnen kommunizieren zu können. Andere brauchen Gebärdendolmetscherinnen. Mobilitätseingeschränkte Frauen brauchen ein ebenerdiges Angebot. Das sind verschiedene Bedürfnisse, auf die es da zu achten gilt. Und sie müssen auch noch einmal gesondert angesprochen werden. Eine Kollegin ist genau für diesen Fachbereich zuständig. Sie steht auch in einem ganz engen Kontakt mit Behinderteneinrichtungen hier in Bielefeld und macht Fortbildungen für Gleichstellungsbeauftragte in den Werkstätten.

Was sind die Folgen von sexualisierter Gewalt?

Katharina Wojahn: Auch die sind sehr vielfältig. Wichtig ist: Es gibt nicht das typische Opfer. Oftmals wird unterstellt, dass eine Frau, die einen Übergriff erlebt hat, sich sofort Hilfe suchen müsse. Dass sie sich gewehrt haben und jetzt ganz viel weinen müsse. Aber viele Frauen reagieren ganz anders, oder besser: Jede Frau reagiert individuell auf das Erlebte. Folgen können zum Beispiel körperliche Verletzungen sein, Infektionen, ungewollte Schwangerschaften und Krankheiten. Eine solche Erfahrung schwächt das Immunsystem. Die Auswirkungen von sexualisierter Gewalt zeigen sich auch im Alltag: Schlafstörungen, Ängste, das Gefühl von Sicherheit leidet oder auch Vertrauen zu fassen ist schwierig . Und natürlich können auch psychischen Störungen die Folge sein.

Es ist ein Grundrecht, dass wir Menschen gewaltfrei leben dürfen.
Dr. Katharina Wojahn, Frauennotruf Bielefeld

Neben dem Notfalltelefon haben Sie nun auch ein Online-Beratungsangebot gestartet.

Katharina Wojahn: Richtig. Diese betreue ich gemeinsam mit meiner Kollegin Tatjana Ehlert. Seit dem 1. Juni 2019 wird das Projekt mit Mitteln aus der Deutschen Fernsehlotterie gefördert, seitdem ist sehr viel passiert: Wir haben uns Gedanken um die Konzeption gemacht, was man zum Beispiel aus der Face-to-Face-Beratung auf die Online-Beratung übertragen kann. Wir haben eine Fortbildung gemacht, damit wir zertifizierte Online-Beratung anbieten können. Das ist grundlegend, dass wir diese Ressourcen haben. Denn ein solches Projekt kann nicht einfach nebenbei laufen.

Was sind die Vorteile der Online-Beratung?

Katharina Wojahn: Beratung bedarf heutzutage auch neuer Kommunikationsformen. Online-Beratung ist besonders niedrigschwellig und gerade bei den schambesetzten, intimen Themen, ist es so wichtig, dass sich Betroffene anonym an uns wenden können – und wenn sie in Sicherheit sind. Unabhängig von Öffnungs- oder Sprechzeiten. Schreiben ist eine der ältesten Kulturtechniken, die wir Menschen haben. Und wenn man erst mal alles runterschreibt, sortiert sich häufig schon ganz viel. Erlebtes wird reflektiert, daher erleben viele das Schreiben auch als Erleichterung. Dass alleine das Schreiben hilft, können wir uns zu Nutze machen.

Es gibt viele unterschiedliche Angebote – Notrufnummern, E-Mail- und Chat-Beratungen, lokale Beratungsstellen. Warum ist es so wichtig, dass es hier ein möglichst breites Angebot in Deutschland gibt?

Katharina Wojahn: Es geht um schnelle Hilfe für alle. Und das ist leichter, wenn ich eine Einrichtung in meiner Nähe habe, von der ich vielleicht schon einmal gehört habe. Oder ein Plakat gesehen habe, auf dem die Telefonnummer steht. Es geht um Sichtbarkeit, damit alle, die so etwas Schreckliches erleben mussten, Unterstützung erhalten. Es ist immerhin ein Grundrecht, dass wir Menschen gewaltfrei leben dürfen.

Info

  • Katharina Wojahn hilft Frauen, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind – als Teil eines multikulturellen und multiprofessionellen Teams: Neben der promovierten Soziologin arbeiten noch sechs weitere Mitarbeiterinnen beim Frauennotruf Bielefeld, darunter Sozialarbeiterinnen, Psychologinnen und Pädagoginnen. Die Fachberatungsstelle ist für viele betroffene Frauen die erste Station. Auch Unterstützungspersonen wie Freundinnen, Freunde oder Eltern können sich an die Beraterinnen wenden.
  • Betroffene Frauen werden von den Beraterinnen den ganzen Weg lang begleitet – zum Beispiel zu Polizei, Juristinnen, Ärztinnen oder auch vor Gericht. „Das ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit, dass die Frauen den Weg, den sie eingeschlagen haben, nicht allein gehen müssen“, sagt Katharina Wojahn.
  • Seit dem 25.11.2019 – dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen – ergänzt eine Online-Beratung die Fachstelle des Frauennotrufs als besonders niedrigschwelliges Angebot. Wir freuen uns, dass wir hierzu mit einer Förderung von rund 83.000 Euro einen wichtigen Teil beitragen konnten!
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2 Kommentare

Mia (27) – 19.12.2019, 13:32 Uhr

Ich finde es wichtig! Mehr davon!

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Thomas Havenstein (53) – 28.12.2019, 15:52 Uhr

ja, das finde ich auch. Die Strafen in Deutschland für alle Sexualdelikte, besonders bei Vergewaltigungen oder Kindesmissbrauch sind viel zu niedrig. Es müssten wesentlich häufiger lebenslängliche Haftstrafe oder 14 bzw. 15 Jahre Haftstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung ohne Freigänge, Hafturlaube verhängt werden und ohne jede Chance auf vorzeitige Freilassung.

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