Rosch Haschana: Deutsche Fernsehlotterie informiert über jüdisches Leben in Deutschland

Anlässlich des jüdischen Neujahrsfests gibt die Soziallotterie auf ihren Kanälen Einblicke in die facettenreiche jüdische Kultur.

Im Rahmen ihrer Themenwoche „Jüdisches Leben in Deutschland“ hat die Deutsche Fernsehlotterie vom 14. bis 20. September 2020 einen kleinen Einblick in das Leben der rund 225.000 Jüdinnen und Juden in Deutschland gegeben. Die Soziallotterie berichtete in ihrem Online-Magazin „Du bist ein Gewinn“ und auf ihren Social-Media-Kanälen über unterschiedliche Aspekte jüdischer Kultur, persönliche Geschichten und soziale Projekte.

Im Auftakt-Interview zur Themenwoche sprach Aron Schuster, Direktor der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST), über Stigmatisierung, Inspiration und das, was aus seiner Sicht selten thematisiert wird: Alltägliches. „Ein Großteil dessen, was Jüdinnen und Juden in ihrem Alltag so machen, unterscheidet sich gerade bei Kindern und Jugendlichen in keiner Weise von dem Alltag der nichtjüdischen Gesellschaft“, so Schuster. „Manchmal habe ich das Gefühl, dass diese Erkenntnis nicht wirklich angekommen ist und eine Fremdmachung konstruiert wird, die es im Alltag so gar nicht gibt.“

Die Deutsche Fernsehlotterie begleitete zudem zwei junge Jüdinnen bei ihrem Besuch in einer Leipziger Schule: Im Rahmen des Begegnungsprojekts „Meet a Jew“ des Zentralrats der Juden in Deutschland erzählten sie aus ihrem Alltag und beantworteten Fragen der Schülerinnen und Schüler. Außerdem sprach die Soziallotterie mit dem Deutsch-Israeli Lior Oren, der vor acht Jahren zurück nach Hamburg kam – in die Heimatstadt seiner Großmutter. Seitdem lebt und arbeitet der 38-Jährige dort, recherchiert in seiner Freizeit die Geschichte seiner Familie und erzählt davon in Rundgängen, die gleichzeitig Begegnungen und Gespräche ermöglichen. Darüber hinaus stellte die Deutsche Fernsehlotterie das Jüdische Seniorenheim Hannover vor, in dem lebendiges Judentum gelebt wird. Und anlässlich des jüdischen Neujahrsfestes Rosch Haschana erläuterte Rabbi Jona Simon, welche Traditionen beim Fest wichtig sind.

Im Laufe der Themenwoche hat die Deutsche Fernsehlotterie die Jüdinnen und Juden, die dabei zu Wort kamen, auch nach ihren Wünschen für das neue jüdische Jahr gefragt:

Aron Schuster
Aron Schuster wünscht sich, „dass wir im nächsten Jahr frei von solchen [antisemitischen] Vorfällen sind.” Außerdem hofft er, Nachwuchs an engagierten Mitgliedern der jüdischen Gemeinschaft zu finden: „Wir brauchen neue Ideen und die Bereitschaft, diese auch umzusetzen.“

Lior Oren
Lior Oren wünscht sich „das Ende der Pandemie und dass alle Betroffenen wieder stark werden.“

Olga Karalnik und Maschah Yanovitzki
„Im Judentum ist das Leben das Wichtigste“, betont auch die 83-jährige Olga Karalnik, die im von der Deutschen Fernsehlotterie mit 125.000 Euro geförderten Jüdischen Seniorenheim Hannover wohnt. „Ich wünsche mir, dass alle gesund bleiben.“ Auch Maschah Yanovitzki, die Pflegedienstleiterin der Einrichtung, wünscht sich „Gesundheit für alle.” Denn, so sagt sie, „auf dieser Welt ist alles miteinander verbunden. Natürlich unterscheiden wir uns in Herkunft, Erziehung oder anderen Dingen. Doch jedes Leben ist wertvoll und soll erhalten bleiben. Deshalb sagt man bei uns auch L’chaim, wenn man trinkt. Das heißt: Aufs Leben!“

Christian Kipper
„Auch wir wünschen: Schana tova u’metuka, ein gutes und süßes Jahr!“, sagt Christian Kipper, Geschäftsführer der Deutschen Fernsehlotterie, die im Jahr 2019 ZWST-Projekte mit 2,3 Millionen Euro gefördert hat. „Als Soziallotterie sehen wir unsere Aufgabe darin, gemeinsam mit unseren Mitspielerinnen und Mitspielern das solidarische Miteinander in unserem Land zu stärken. Ein solidarisches Miteinander bedeutet auch das Anerkennen von Unterschieden und die Freiheit, diese leben zu können.“