Erfahrungsbericht

Wie ich gelernt habe, mich selbst zu empowern

Sarah hat als Mädchen oft an sich gezweifelt. Heute ist sie eine selbstbewusste junge Frau, die andere ermutigen will, ihren eigenen Weg zu gehen.

Mutmacher
  • 01.03.2021
  • Autorin Sarah Fuhrmann
  • Fotograf
  • Lesezeit1 Min.

Im vergangenen Jahr haben wir die 24-jährige Sarah beim Dreh zu unserer neuen Kampagne kennengelernt. Damals hat sie uns auch von ihrem Weg erzählt: wie sie als Mädchen an sich gezweifelt hat – und wie sie es geschafft hat, sich selbst zu bestärken. Heute ist sie eine selbstbewusste junge Frau, die ihre Erfahrungen an andere weitergeben möchte. Ein Gastbeitrag.

Liebe Leser*in,

ich bin Sarah aus Berlin. Das Thema Self-Empowerment – also sich selbst zu bestärken – ist mir sehr wichtig. Es ist allerdings auch nicht immer einfach, das liegt auf der Hand.

Ich habe mich auch schon oft sehr elendig gefühlt. Ich habe mich immer sehr anders gefühlt und mich in jungen Jahren selbst nicht verstanden und akzeptiert. Heute weiß ich: Es dauert manchmal eine Zeit, um zu verstehen, wer man ist. Ganz egal, was du für ein Mensch bist: Hab den Mut, dich so zu lieben, wie du bist!

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Wie ich so selbstbewusst geworden bin, kann ich manchmal gar nicht richtig beantworten. Ich kann es aber versuchen: Ehrlichkeit und Kommunikation sind wichtige Werte im Leben; als Kind und auch als Teenager habe ich das nicht immer verstanden. Ich war als Kind sehr introvertiert und habe mich oftmals dem ergeben, was mir widerfahren ist: sei es Mobbing, schlechtes Verhalten mir gegenüber und so weiter. Heute weiß ich, dass ich es niemals wieder zulassen möchte, dass eine andere Person mich minderwertig fühlen lässt. Ich habe gelernt, an mich selbst zu glauben meinen Stärken zu vertrauen. Daraus resultiert mein Selbstbewusstsein. Es baut darauf auf, mir selbst immer zu beweisen, dass ich Dinge schaffen kann und werde. Es ist ein schwieriger Weg, das weiß ich. Aber ich kann nur raten: Warte nicht darauf, dass jemand anderes Entscheidungen für dich trifft – triff sie selbst!

In unserer aktuellen Themenwoche beschäftigen wir uns – im Vorfeld zum Weltfrauentag am 8. März 2021 – mit dem Thema Empowerment für Mädchen* und junge Frauen*. 

Während Sarah in ihrem Gastbeitrag ihre Erfahrungen zum Thema Self-Empowerment teilt, gehen wir hier im Magazin in einem weiteren Artikel auch auf die Bestärkung von digitalen Kompetenzen ein: Denn in der digitalen Welt und deren Gestaltung (z.B. in MINT-Berufen) sind Frauen auch in Deutschland noch immer unterrepräsentiert. Wir zeigen in „Gleiche Chancen für alle: Empower-MINT für Mädchen* und junge Frauen*“ einige Aspekte auf, woran das liegt, und stellen beispielhaft ein Projekt vor, das diese Situation verbessern möchte. Außerdem kannst du dich auf eine neue Folge unseres Podcasts WaSozial freuen, in der Moderator Moritz mit den Macherinnen des YouTube-Channels „So Many Tabs“ spricht (die Folge geht am Freitag, den 5. März online). In ihren Videos beleuchten die vier jungen Frauen die Welt hinter Smartphones und Tabs und decken auf, wie viel MINT hinter unserer Technologie steckt. 

Auf unseren Social Media-Kanälen findest du in dieser Woche außerdem zwei spannende Video-Interviews mit den Initiativen Girl'sDay und #SheDoesFuture – klick also gern einmal bei Instagram oder Facebook rein, wir freuen uns! 

Ich habe viele Menschen in meinem Leben getroffen und kennengelernt und gewisse Menschen haben mich nicht wirklich in meinem Selbstwert bestärkt, sondern viele haben manchmal das Gegenteil bewirkt. Manchmal habe ich mich unterdrückt gefühlt. In solchen Momenten hilft mir heute das Vertrauen in mich selbst, das Wissen um meinen Wert und ich kann mich von Dingen, die Negatives in mir auslösen, abwenden. Für mich war es bedeutsam, mir zu verinnerlichen: Wenn du deinen Wert kennst, wird sich dieser niemals verringern, nur weil eine andere Person diesen nicht erkennt.

Empowerment bedeutet für jede*n etwas anderes – doch mit unseren Gefühlen sind wir nicht allein

Ich denke, es ist wichtig, reflektiert zu sein und aus den eigenen Fehlern zu lernen. Und es ist nicht schlimm, wenn die Grenzen mal erreicht sind! Wer seine Stärken und Schwächen (an)erkennt, kann eine eigene Meinung entwickeln. Und traut sich auch, seine Komfortzone zu verlassen. Niemand will scheitern, aber trotzdem ist diese Erfahrung ein unvermeidlicher Bestandteil des Lebens. Mein Tipp: Nimm Kritik nicht zu persönlich und vergleiche dich nicht mit anderen.  

Wenn ich fünf Personen fragen würde, was „Self-Empowerment“ für sie bedeutet, werde ich fünf unterschiedliche Antworten bekommen. Weil die Art und Weise, in der Menschen Empowerment erleben, ganz individuell, ganz unterschiedlich ist. Und wenn mich jemand fragen würde was das für mich bedeutet, würde ich vermutlich antworten: Für mich bedeutet es, die Zügel in der Hand und Kontrolle über mein Leben zu haben.

Die Welt bietet einem so viele Möglichkeiten und es gibt so viel zu sehen. Jungen Mädchen, die an sich selbst zweifeln, möchte ich raten: Lasse dich von negativen Tagen nicht runterziehen. Schlussendlich darfst du nämlich nicht vergessen, dass du mit diesen Gefühlen nicht allein bist. Wir alle haben solche Tage und wenn du dir das verinnerlichst, wirst du Tag für Tag merken, dass das nicht schlimm ist. Dadurch wächst du weiter. Das Leben hält immer wieder neue Überraschungen und Erkenntnisse bereit – man wird niemals zu alt sein, um Dinge zu sehen.

Eine junge Frau mit kurzen Haaren steht vor einer Leinwand, auf der ein Foto von ihr und ihrer Freundin und der Text Niemand ist allein zu sehen sind.

Wenn dich einmal der Druck kontrolliert, versuche ruhig zu bleiben und zu atmen. Du lebst auf einem Planeten, der im Universum schwebt und egal wie groß dein Problem ist und der Druck scheint, mache dir bewusst, dass das nicht ewig währt. Selbst wenn man scheitert – es wird nicht das Ende der Welt sein, auch wenn es sich manchmal so anfühlt. 

Liebe geben statt Hass verbreiten

Mein Motto, wie man sich in der digitalen Welt behaupten kann, ist: Be yourself! Social Media ist nicht immer das, was es scheint und die Realität liegt meistens ganz weit weg von dem, was wir sehen. Egal wie schön das beste Leben von jemandem aussieht – auch diese Menschen haben Probleme wie alle anderen auch.

Natürlich sind manchmal auch Mobbing und Hass auf Social Media ein Thema, aber egal wie schlimm der schlimmste Kommentar auch ist: Du kennst dich und deinen Wert am besten. Viele Menschen fangen an zu hassen und zu beleidigen, wenn sie Neid empfinden. Ich denke, es ist wichtig, niemals gleichgültig zu sein, jedem Menschen alles zu gönnen und sich für andere mit zu freuen. Es ist so viel schöner und besser, Liebe zu geben als Hass zu verbreiten. Empowerment ist ein wichtiger Teil von Self-Empowerment, denn andere zu bestärken, zu unterstützen – das macht einen auch selbst stark. Think about it.

Deine Sarah

Eine junge Frau mit kurzen Haaren schaut lachend in die Kamera

Wir haben Sarah im vergangenen Spätsommer beim Dreh zu unserer neuen Werbekampagne kennengelernt. In den TV-Spots lassen wir Menschen zu Wort kommen, die eine ganz persönliche Verbindung zu uns haben und uns dabei unterstützen, die Idee des solidarischen Miteinanders in unserer Gesellschaft zu stärken – mit einem Los, mit persönlichem Engagement, mit Achtsamkeit im Alltag, mit Herz.

Schon damals waren wir von Sarahs Weg beeindruckt und wir freuen uns sehr, dass wir sie als Gastautorin für unsere Woche rund um das Thema Empowerment gewinnen konnten! Vielen Dank, Sarah – Du bist ein Gewinn.

Sarahs Werbespot und ein ausführliches Interview mit ihr findest du hier

Als Soziallotterie fördern wir vielfältige soziale Projekte in ganz Deutschland. Auch solche, die Mädchen und Frauen unterstützen – etwa in Notsituationen oder auch beim Gestalten ihrer Zukunft. Das Projekt „Digitales Empowerment für Mädchen“, das in der aktuellen Themenwoche vorgestellt wird, haben wir mit 87.000 Euro gefördert.

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