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In unserem Magazin geben wir Menschen, die sich für andere einsetzen, eine Bühne.
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„Wir haben es gemeinsam geschafft, einen Verein aus dem Nichts ins Leben zu rufen“

Was Solidarität bedeutet und warum Teamwork für gemeinnützige Projekte so wichtig ist, erzählt Vereinsgründerin Teresa im Interview.

Mutmacher
  • 09.11.2020
  • Autorin Katharina Hofmann, Franziska Falkenberg
  • Fotograf Nouki (Jan Ehlers)
  • Lesezeit3 Min.

In unserer neuen Kampagne erklärt Teresa, was Solidarität für sie bedeutet. Hier im Magazin erfährst du mehr über die engagierte 32-Jährige: Sie erzählt, warum sie sich entschieden hat, einen Verein für schwerkranke junge Erwachsene zu gründen und welche wichtige Rolle Teamwork dabei spielt.

Deutsche Fernsehlotterie: Teresa, du hast zum Kampagnen-Dreh eine Kette mitgebracht, die eine besondere Bedeutung für dich hat. Kannst du uns noch etwas mehr darüber erzählen?

Teresa: Die mitgebrachte Kette stammt aus Südafrika. Sie erinnert mich an einen sehr, sehr schönen Road Trip, den ich 2018 dort mit meiner Mutter erleben durfte. Gemeinsam ging es 3.000 Kilometer durch’s Land und wir kamen mit unterschiedlichsten, sehr herzlichen Menschen in Kontakt. Die Kette wurde in Afrika hergestellt und erinnert mich mit ihren großen bunten Perlen auch an die Vielfalt in unserer Welt sowie an die Lebensfreude, die viele Menschen dort ganz besonders ausstrahlten. Gemeinsam im Team viel zu erreichen und zu einem größeren Ganzen beitragen, ist das, was die Kette für mich auf ihre eigene Weise zum Ausdruck bringt – und doch auch die Wertschätzung für jede und jeden Einzelnen.

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Deutsche Fernsehlotterie: Was hast du mit Teamwork für andere Menschen schon erreichen können?

Teresa: Wir haben es gemeinsam geschafft, einen Verein aus dem Nichts ins Leben zu rufen und auch heute – über 8 Jahre später – noch am Leben zu halten. Wir könnten viele unterschiedliche Herzenswünsche erfüllen, letzte Wünsche begleiten, da sein, wenn manch andere nicht mehr zu Besuch kamen und im Team Segel auf See setzen. Insbesondere bei unseren Segeltörns kommt es auf jede und jeden im Team an, sodass wir allein nur deshalb in der Lage sind, die Leinen zu lösen und das Abenteuer „Lebensdurstig für eine Woche gemeinsam unterwegs!“ wagen können. Dafür möchte ich auch meinem Team von Herzen DANKE sagen!

Eine Frau sitzt auf einem Stuhl und lächelt.

Deutsche Fernsehlotterie: Erzähle uns etwas mehr über deinen Verein LebensdurstICH e.V., der sich für schwerkranke junge Erwachsene einsetzt. Wie bist du dazu gekommen?

Teresa: LebensdurstICH e.V. habe ich 2011 ins Leben gerufen, als eine damalige Kommilitonin, Tanja, sehr schwer an Hautkrebs erkrankt war. Schnell war klar, dass es für junge Erwachsene mit schweren Erkrankungen zu dieser Zeit nicht viel an Unterstützungsangeboten gab. Durch Tanjas Satz „Ihr steht alle auf der anderen Seite“ war mir klar: Es muss noch mehr junge Erwachsene geben, denen es ähnlich geht. Wie schön wäre es, sie zu vernetzen und Tanja zu zeigen „Du bist nicht allein!“ – dies ging mir zu dieser Zeit durch den Kopf. Schönerweise waren sehr schnell motivierte Gründungsmitglieder aus dem eigenen Umfeld gefunden, sodass wir LebensdurstICH e.V. 2012 offiziell als Verein eingetragen haben. Da es für junge Erwachsene mit schweren Erkrankungen noch immer wenig Unterstützungsangebote gibt, war für mich schnell klar – diese Lücke wollen wir mit LebensdurstICH e.V. ein klein wenig schließen. Schließlich kann es jeden mit einer schweren Erkrankung treffen, ganz unabhängig des Alters und so erschien es mir sehr sinnvoll an der Thematik auch über Tanjas Tod hinaus dran zu bleiben. Ihr haben wir den Verein gewidmet und seither viel positive Resonanz für unser Engagement erhalten. Inzwischen zählen wir über 200 Mitglieder, gehen einmal im Jahr auf See für unseren LebensdurstICH-Segeltörn, erfüllen Herzenswünsche und ermöglichen den Austausch auf Augenhöhe.

Eine der über 200 Ehrenamtlichen im Verein LebensdurstICH e.V. ist Charlotte. Sie ist 31 Jahre alt, als sie erfährt, dass sie Brustkrebs hat. Erfahre in unserer Reportage „Ich möchte anderen jungen Krebspatienten zeigen: Du bist nicht allein!“, wie es ihr damals ging und wie sie im Verein nicht nur Hilfe sondern auch eine neue Erfüllung gefunden hat.

Deutsche Fernsehlotterie: Welchen Traum würdest du dir mit einem Gewinn bei unserer Lotterie erfüllen?

Teresa: Da es mir sehr wichtig ist, nicht nur selbst davon zu profitieren, würde ich den Gewinn möglichst großzügig aufteilen. Es gibt so viele hilfsbedürftige Menschen auf unserer Welt und Projekte, die jede Unterstützung verdienen, dass mir da sicher vieles einfallen würde. Für unseren Verein LebensdurstICH e.V. würde ich direkt unser nächstes Vorhaben finanzieren: ein nachhaltiges und schönes Haus am Meer.

Deutsche Fernsehlotterie: Wie hat dir der Dreh für unsere Kampagne gefallen?

Teresa: In einem Satz: Es war super! Ich bin sehr dankbar, dass ich Teil des Drehs sein konnte und hatte jede Menge Freude am Set! Das professionelle Team, die freundlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort und die gesamte Stimmung haben mich von Anfang an sehr positiv gefesselt. Besonders dankbar bin ich über das positive Feedback, das mir für meinen Redebeitrag entgegengebracht wurde. Das hat mich wirklich nachhaltig motiviert, sodass ich in meinem Leben sehr gerne noch häufiger vor die Kamera treten möchte und bin schon gespannt, wann und wo sich dies das nächste Mal realisieren lässt. Danke euch!

Deutsche Fernsehlotterie: Danke dir, Teresa, für deinen unermüdlichen Einsatz für schwerkranke Menschen und für mehr Solidarität in unserer Gesellschaft. Du bist ein Gewinn!

In unserer neuen Kampagne lassen wir Menschen zu Wort kommen, die eine ganz persönliche Verbindung zu uns haben. Menschen, die uns seit vielen Jahren mit ihrem Los helfen, soziale Projekte zu unterstützen. Menschen, die engagiert sind, in von uns geförderten Projekten oder anderweitig. Menschen, die von einem Gewinn träumen. Menschen, die besondere Erlebnisse mit uns verbinden. Kurz – viele unterschiedliche Menschen, die aber Eines eint: Sie unterstützen uns dabei, die Idee des solidarischen Miteinanders in unserer Gesellschaft zu stärken – mit einem Los, mit persönlichem Engagement, mit Achtsamkeit im Alltag, mit Herz.

„Wir wollen in einer offenen Atmosphäre über freie Interviews ohne Skript und Vorgaben Menschen und ihren Gedanken zu Solidarität und Miteinander in unserem Land eine Bühne geben und so erklären, was wir mit der Förderung hunderter Projekte jedes Jahr dazu beitragen“, beschreibt unser Geschäftsführer Christian Kipper die Idee hinter der Kampagne. „Die Offenheit der Menschen hat uns beeindruckt und überwältigt.“

Zum Start der Kampagne erzählen Gabriele (53), Teresa (32), Peter (65), Ove (35), Sarah (24) und das Großmutter-Enkelin-Duo Karin (79) und Mila (20), was Solidarität für sie bedeutet und was sie mit uns verbindet. Im Laufe der nächsten Wochen und Monate gesellen sich noch zwölf weitere Protagonist*innen mit ihren persönlichen Geschichten dazu.

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