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Housing First: Wie Berit mit einem Gewinn obdachlosen Menschen helfen würde

Das und mehr verrät die 50-Jährige hier im Interview.

Mutmacher
  • 15.03.2021
  • Lesezeit6 Min.

In unserer neuen Kampagne erzählen Berit (50) und ihre Schwester Kerstin, wie das war, als Berit ein Auto gewonnen hat. Ein Gewinn, mit dem sie nicht gerechnet hatte – doch Ideen hat sie auch für weitere mögliche Gewinne! Welche genau, verrät sie jetzt im Interview hinter den Kulissen.

Deutsche Fernsehlotterie: Berit, was verbindet dich mit uns?

Berit: Meine Schwester und ich haben irgendwann mal gesagt, dass wir nichts mehr zu Weihnachten haben wollen. Weil alles Größere spart man sich so zusammen und Kleinigkeiten kann man sich auch selber kaufen. Für uns war das immer ganz wichtig, eine Soziallotterie zu unterstützen. Es ist einfach schön zu sehen, dass mit dem Geld, das dort in die Lotterie reinkommt, gute Sachen gemacht werden können. Ich glaube, das ist auch das Wichtigste, dass man in der sozialen Denke sich auch sozial verhält und dann eigentlich auch nichts erwartet von so einer Lotterie – also wir haben nie einen Gewinn erwartet. Klar, wir haben natürlich auf den 5.000-Euro-Sofortrente-Gewinn gehofft … aber für uns war es einfach immer schön, dass wir ein Los haben, und nie im Vordergrund, dass wir etwas erwarten. Und ich verbinde mit der Deutschen Fernsehlotterie das Unterstützen von sozialen Projekten, wo der Staat einfach versagt.

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Deutsche Fernsehlotterie: Du hast nie etwas erwartet und trotzdem in einer unserer Sonderverlosungen ein Auto gewonnen. Was würdest du machen, wenn tatsächlich auch noch der Geldgewinn ins Haus flattern würde?

Berit: Ich würde, abhängig von der Höhe des Gewinns, Umbauten am Haus für meinen Papa machen, damit er beweglicher in seinem Haus wäre – zum Beispiel ein behindertengerechtes Bad einrichten. Auch die Heizung muss saniert werden, das kostet schon richtig viel Knatter, so ein Haus zu sanieren. Das würde ich furchtbar gern machen: Mit Papa einfach mal drei, vier Wochen verreisen, zack weg! Papa wollte immer mal nach Island fahren oder zu den Lofoten. Und dann würde ich das Papa und meiner Schwester ermöglichen wollen, dass wir zu dritt verreisen, und während wir weg sind, kommt ein Team rein ins Haus, die verpacken alles in Kartons und reißen alles raus, machen neue Heizungsrohre rein, neue Wasserleitungen und sanieren mal das Haus innerhalb von vier Wochen, während wir nicht da sind. Also, ich glaube, das wäre so das Größte, was ich machen würde. Ich würde aber auch meiner Schwester Wünsche erfüllen, je nachdem, wie groß der Gewinn ist: eine größere Wohnung in der näheren Umgebung von meinem Papa oder ein neues Auto – was immer sie haben möchte.

Zwei Frauen sitzen auf Stühlen vor einer Kamera, im Hintergrund ist eine Leinwand auf der Glücksgefühl steht
Berit (r.) mit ihrer Schwester Kerstin (l.) beim Dreh in Berlin

Deutsche Fernsehlotterie: Und würdest du auch für dich etwas tun?

Berit: Ich würde dann eigentlich gern überhaupt nicht mehr arbeiten wollen und mich nur noch um die diversen Ehrenämter kümmern, die ich habe. Weil das einfach eine Berufung ist, ein Ehrenamt zu verfolgen. Nichts mehr machen zu müssen , sondern einfach, weil man es machen will. Tja, und wenn ich ganz, ganz, ganz viel Geld gewinnen würde … ja, da hätte ich auch noch eine Idee.

Deutsche Fernsehlotterie: Was ist das für eine Idee?

Berit: Ich hatte immer den Wunsch, ein verfallenes Altbauhaus mitten in Berlin zu kaufen und dann zwei Projekte damit zu machen: Eines ist, dass ich alles sanieren lasse und alle meine Freunde können da einziehen und dürfen da ihr Leben lang umsonst wohnen und müssen sich nie mehr darum sorgen, ihre Miete zu zahlen. Und ein anderer Plan wäre: Ich würde das verfallene Haus kaufen und würde dann Sozialpädagogen, Sozialdienstmitarbeitende und Handwerker anstellen und die sollen dann mal gucken, ob bei Obdachlosen oder Menschen, die nicht so viel Glück haben, Interesse besteht, dieses Projekt zu realisieren, dass man dieses Haus umbaut, selbst saniert, und dass auch die Menschen dann dort umsonst wohnen können oder zu einem gewissen Selbstkostenanteil. Unten im Erdgeschoss wäre dann ein Sozialbüro, das sich um die Menschen kümmert, die in dem Haus wohnen und darüber hinaus noch anderen Leuten hilft.

Als Soziallotterie fördern wir vielfältige Projekte in ganz Deutschland – dies können wir nur dank der Hilfe unserer Mitspieler*innen. Du möchtest uns darin unterstützen, Menschen zu helfen? Das geht ganz einfach: mit einem Los.

Übrigens: Hier im Magazin gehen wir regelmäßig gesellschaftlichen Themen und Problemen nach und stellen dabei auch viele geförderte Projekte vor – schau dich gern einmal um!

Deutsche Fernsehlotterie: Das klingt nach einem „Housing First“-Ansatz, der in der Obdachlosenhilfe derzeit viel diskutiert wird!

Berit: Ja, richtig cool wäre es, wenn das dann ein Selbstläufer werden würde und man ein neues Haus kaufen kann und wieder Leute von der Straße holen könnte und unterbringen könnte. Der Gedanke, dass man einem Obdachlosen eine Chance geben kann, also zuerst ein Haus bzw. eine Wohnung – das finde ich ganz reizvoll und glaube schon, dass das mit einer richtig guten Betreuung funktionieren kann. Und wenn die erstmal merken, dass sie eingebunden sind und auch gebraucht werden und es Spaß macht und sie durch diese Arbeite eine gewisse Struktur im Leben haben … Ich glaube, das gibt ganz viel Hoffnung und bei vielen Wohnungslosen dann auch wieder das Gefühl: Sie werden gebraucht. Keiner ist freiwillig obdachlos, so ist es halt einfach.

Deutsche Fernsehlotterie: Danke dir Berit, für deine Unterstützung und dein Engagement! Du bist ein Gewinn.

In unserer neuen Kampagne lassen wir Menschen zu Wort kommen, die eine ganz persönliche Verbindung zu uns haben. Menschen, die uns seit vielen Jahren mit ihrem Los helfen, soziale Projekte zu unterstützen. Menschen, die engagiert sind, in von uns geförderten Projekten oder anderweitig. Menschen, die von einem Gewinn träumen. Menschen, die besondere Erlebnisse mit uns verbinden. Kurz – viele unterschiedliche Menschen, die aber Eines eint: Sie unterstützen uns dabei, die Idee des solidarischen Miteinanders in unserer Gesellschaft zu stärken – mit einem Los, mit persönlichem Engagement, mit Achtsamkeit im Alltag, mit Herz.

„Wir wollen in einer offenen Atmosphäre über freie Interviews ohne Skript und Vorgaben Menschen und ihren Gedanken zu Solidarität und Miteinander in unserem Land eine Bühne geben und so erklären, was wir mit der Förderung hunderter Projekte jedes Jahr dazu beitragen“, beschreibt unser Geschäftsführer Christian Kipper die Idee hinter der Kampagne. „Die Offenheit der Menschen hat uns beeindruckt und überwältigt.“

Zum Start der Kampagne im Herbst 2020 erzählten Gabriele (53)Teresa (32)Peter (65)Ove (35)Sarah (24) und das Großmutter-Enkelin-Duo Karin (79) und Mila (20), was Solidarität für sie bedeutet und was sie mit uns verbindet. Nun gesellen sich weitere Protagonist*innen mit ihren persönlichen Geschichten dazu: Wilfried (66), Ricarda (25), Kahan (40), Franziska (48) und Stephan (40), Oliver (22) sowie Auto-Gewinnerin Berit (50) mit ihrer Schwester Kerstin.

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