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Das Gute liegt so nah: Fünf Tipps für erfolgreiche Nachbarschaftshilfe

Vom Briefkastenleeren und Blumengießen bis hin zu Aufgaben wie Rasenmähen, Einkaufen oder Putzen reicht die Bandbreite an Beispielen für Nachbarschaftshilfe. Wie Sie am besten Menschen in Ihrer Nachbarschaft helfen können? Hier sind 5 praktische Tipps.

Miteinander in Viertel
  • 02.11.2022
  • Lesezeit2 Min.

Tipp 1: Die Initiative ergreifen

 Warten Sie nicht darauf, dass Ihr Nachbar oder Ihre Nachbarin Sie um Hilfe bittet. Das wird wahrscheinlich nicht passieren – sei es aus Stolz, Bescheidenheit oder Schüchternheit. Versuchen Sie stattdessen, sich in die Lage dieser Person hineinzuversetzen, mitzudenken und zu erahnen, wo eventuelle Schwierigkeiten im Alltag liegen könnten. Und dann? Gehen Sie auf die Person zu und bieten Sie Ihre Unterstützung an.

 

Tipp 2: Älteren Menschen sensibel helfen

Lassen Sie es sich nicht zu sehr anmerken, wenn die Hilfe mühsam ist, andernfalls verursachen Sie vielleicht ein schlechtes Gewissen bei der Person, der Sie helfen wollen. Gerade ältere Menschen möchten in aller Regel niemandem zur Last fallen. Nehmen Sie das Beispiel eines Konzertpianisten: Ganz gleich wie schwierig das Stück zu spielen ist – ein echter Profi schafft es, dass sein Publikum ihm seine Anstrengung nicht ansieht.

 

Tipp 3: Keine Gegenleistungen erwarten

 Konzentrieren Sie sich ganz auf den Akt des Helfens – ohne gleichzeitig daran zu denken, was Sie als Gegenleistung dafür bekommen könnten. Gewiss ist „Eine Hand wäscht die andere“ eine schöne Idee, wenn sie sich auf natürliche Weise ergibt. Aber einem anderen Menschen, der Ihnen von Herzen dankbar dafür ist, den Alltag zu erleichtern, kann auch ohne ein „Gegengeschenk“ glücklich machen.

 

Tipp 4: Es nicht zu gut meinen

 Bei aller Nächstenliebe sollten Sie nicht vergessen: Nachbarschaftshilfe ist kein ambulanter Pflegedienst und keine Rund-um-die-Uhr-Betreuung. Dafür gibt es professionelle Helferinnen und Helfer. Übernehmen Sie nur Arbeiten, die Sie gut erledigen können, ohne dass Ihr eigenes Berufs- und Familienleben zu kurz kommen. Und scheuen Sie sich auch nicht davor, mit Hilfstätigkeiten aufzuhören oder sie einzuschränken, wenn es für Sie nicht mehr oder nur noch mit großen Schwierigkeiten möglich ist.

 

Tipp 5: Sich beim Helfen helfen lassen

 Meistens ist es nicht nötig, dass Sie Ihren Nachbarinnen und Nachbarn alleine helfen. Eine Nachbarschaft besteht in den meisten Fällen ja nicht nur zwischen zwei Haushalten, sondern denen eines ganzen Blocks oder Viertels. Von diesen benötigt zum Beispiel nur jeder zehnte regelmäßig Hilfe im Alltag, die anderen nicht. So ergibt sich vielleicht die Möglichkeit einer gemeinsamen Nachbarschaftsinitiative, bei der man die Aufgaben gerecht untereinander aufteilt.

Helfen geht noch einfacher

Apropos „effektive Hilfe“: Wussten Sie, dass das Deutsche Hilfswerk eine Vielzahl von lokalen sozialen Projekten fördert? Mit Sicherheit findet sich auch eines in Ihrer Nähe. Indem Sie ein Jahreslos der Deutschen Fernsehlotterie kaufen, greifen Sie den Projektbeteiligten unter die Arme – und haben nebenbei die Chance, Geld, Sachpreise oder eine lebenslange Sofortrente zu gewinnen. Klingt nach einer fairen und hilfreichen Sache? Dann auf gute Nachbarschaft!

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