Themenbeitrag

Altersarmut: Junge Frauen sorgen seltener vor als Männer

Rentenversicherung, Investmentfonds, Immobilien oder regelmäßiges Sparen: Finanzielle Vorkehrungen für die Rente treffen mehr Männer als Frauen, zeigt eine repräsentative Studie. Mangelnde Chancengleichheit im Job ist nur ein Grund dafür.

Zukunftschancen
  • 06.10.2022
  • Lesezeit3 Min

Werde ich auch im Alter noch genug Geld zur Verfügung zu haben, um meinen Lebensstandard aufrechtzuerhalten? Das fragen sich viele Menschen in Deutschland –  ein guter Grund, aktiv für die Zukunft vorzusorgen, könnte man meinen. Jedoch

zeigt die MetallRente Jugendstudie 2022, dass junge Männer und Frauen zwischen 17 und 27 Jahren unterschiedlich starken Handlungsbedarf erkennen. Demnach sorgen 45 Prozent der Männer regelmäßig für ihr Alter vor, jedoch nur 29 Prozent der Frauen. Als besonders alarmierend beschreiben die Autoren der Studie, dass sich die Lücke zwischen dem männlichen und weiblichen Sparverhalten in den vergangenen zehn Jahren vergrößert hat: Frauen sparen seltener, Männer häufiger fürs Alter als 2012.

 

Fehlende Chancengleichheit bei der Altersvorsorge

Wie kommt es, dass die weibliche Sparbereitschaft geringer ist? Ein Grund ist, dass Frauen weniger Einkommen haben – und damit weniger Chancen, etwas auf die hohe Kante zu legen. Das liegt unter anderem an dem deutlich niedrigeren Anteil von Frauen in Führungspositionen und den Gehaltsunterschieden (Gender Pay Gap) zwischen den Geschlechtern. Zum anderen scheint aber auch das klassische Rollenverständnis zu dem Ungleichgewicht beizutragen: Der Mann kümmert sich um Finanzen, die Frau sorgt für Haushalt und Familie.

Darüber hinaus legen die Ergebnisse der Studie nahe, dass bei Frauen generell ein geringeres Interesse an finanziellen Themen und eine Wissenslücke besonders im Bereich Altersvorsorge besteht. So gaben 40 Prozent der befragten Männer an, sich gut oder sehr gut in dem Thema auszukennen, jedoch nur 22 Prozent der Frauen. Den Unterschied ihrer Rentenhöhe im Vergleich zu der von Männern schätzen viele daher falsch ein: 85 Prozent der befragten Frauen bezifferten die „Gender Pension Gap“ auf unter 40 Prozent, knapp ein Drittel sogar nur auf höchstens 20 Prozent. Dabei lag sie 2019 in Wirklichkeit bei satten 46 Prozent**.

Auch heute leisten Frauen mehr Familienarbeit und sind häufiger in Teilzeitmodellen tätig als ihre männlichen Altersgenossen. Daher ist ihr Rentenanspruch in der Regel deutlich niedriger ist, sodass gerade sie privat für ihr Alter vorsorgen sollten.

 

Träumen darf man trotzdem

Auch wenn Eigeninitiative das A und O ist: Realistisch zu planen und gleichzeitig von der Zukunft zu träumen, muss kein Widerspruch sein. Denn neben wichtiger Vorsorge kann auch Glück dabei helfen, im Alter Lebensziele zu verwirklichen. Dem Glück auf die Sprünge helfen kann man mit einem Los der Deutschen Fernsehlotterie, das außerdem über die Verwirklichung sozialer Projekte benachteiligten Menschen hilft. Damit nimmt man automatisch an allen enthaltenen Verlosungen teil. Natürlich sind Geld- oder Sachgewinne dadurch nicht garantiert, doch soviel ist sicher: Über das Deutsche Hilfswerk kommt jeder Loskauf einem von zahlreichen gemeinnützigen Projekten in ganz Deutschland zugute.

(* Quelle: MetallRente Jugendstudie 2022)

(** Quelle: Deutsche Rentenversicherung)

 

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