In Markt Erlbach wächst eine neue Gemeinschaft

Angebote für alle Menschen im Quartier schaffen, um sie zusammenzubringen – und die ältere Generation durch „Networking“ unterstützen: Das ist das Ziel von Quartiersmanagerin Stefanie Mandel im bayerischen Markt Erlbach.

„Quartier, das ist das Dorf, die Gemeinde unsere Heimat, in der wir leben – die Marktgemeinde Markt Erlbach!“ – so kündigt das AWO Sozialzentrum in Markt Erlbach seine Quartiersentwicklung an. Das große Ziel ist es, die Heimat noch schöner und vor allem aktiver zu gestalten: also Angebote für alle schaffen.

Stefanie Mandel organisiert als Quartiersmanagerin gemeinsam mit Ehrenamtlichen abwechslungsreiche Events, insbesondere für die ältere Generation in der Gemeinde, damit diese den Anschluss nicht verliert. So ist zum Beispiel der offene AWO-Mittagstisch immer gut besucht: Hier kommen die Besucher zusammen, es wird gekocht, gemeinsam gegessen und es entwickeln sich neue Kontakte und Freundschaften. Durch den Aufbau eines sozialen Netzwerks entsteht ein starkes, solidarisches Miteinander – was dazu führt, dass ältere Menschen länger im eigenen zu Hause leben können, da sie zuverlässige Unterstützung erhalten.

Dies ist eines der wesentlichen Ziele der Quartiersentwicklung: Das Lebensumfeld der Seniorinnen und Senioren so zu gestalten, dass selbst Menschen mit Unterstützungsbedarf so lange es geht in ihrem vertrauten Wohnumfeld alt werden können. Damit diese auch die Angebote nutzen können, gibt es u.a. einen Bürgerbus, der ehrenamtlich betrieben wird, und die Personen, die auf Unterstützung angewiesen sind, zu Hause abholt. Auch jüngere Menschen finden im AWO Sozialzentrum eine Anlaufstelle: zum Beispiel für Spielenachmittage. Das Miteinander zwischen Jung und Alt wird so gefördert, genauso wie das Lernen voneinander.

Die Quartiersarbeit trägt bereits Früchte: „Ich finde es ganz toll zu sehen, wie die Seniorinnen und Senioren in neuer Gesellschaft regelrecht aufblühen“, schwärmt Stefanie Mandel.

Die Deutsche Fernsehlotterie

Menschen zu verbinden, um so vor Einsamkeit im Alter zu schützen und die Möglichkeit zu schaffen, länger im eigenen zu Hause leben zu können, liegt uns sehr am Herzen. Deshalb freuen wir uns, dass wir die Arbeit von Quartiersmanagerin Stefanie Mandel mit 44.000 Euro fördern konnten. Dies ist übrigens eines von vielen sozialen Projekten, die wir unterstützen: So flossen 2017 über die Stiftung Deutsches Hilfswerk bundesweit rund 73,2 Millionen Euro Fördergelder in 469 soziale Projekte für Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren, kranke Menschen sowie Menschen mit Behinderung. Alleine in Bayern konnten wir im letzten Jahr 55 Hilfsprojekte mit über 8,4 Millionen Euro fördern.

Informationen über die Förderung in den einzelnen Bundesländern und die Arbeit der Fernsehlotterie erhalten Sie in unserem Jahresbericht.

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