Gemeinschaft erleben trotz Pflegebedürftigkeit

Die ambulante Wohn-Pflege-Gemeinschaft des Bürgervereins Neuburg am Rhein e.V. gibt älteren Menschen aus dem Dorf mit Hilfebedarf die Möglichkeit, möglichst selbstständig und im gewohnten, famililären Umfeld zu leben.

Es kann passieren, dass der Körper im Alter nicht mehr so mitmacht wie früher: Bewegungen fallen schwerer, manchmal auch die Koordination. So mancher Alltagsgriff – das Schuheausziehen zum Beispiel – wird zum unüberwindbaren Hindernis. Wer bei der Selbstversorgung professionelle Hilfe braucht, kommt mitunter nicht drumherum, die vertraute Umgebung zu verlassen. Im rheinland-pfälzischen Neuburg am Rhein hat der Bürgerverein mit einer ambulante Wohn-Pflege-Gemeinschaft eine alternative Wohnform für pflegebedürftige Menschen geschaffen, zentral im Dorf gelegen – also mittendrin!

In der Wohn-Pflege-Gemeinschaft „Am Dorfplatz“ kann ein möglichst selbstbestimmtes Leben in einem vertrauten Umfeld auch bei Unterstützungsbedarf von Pflegegrad 1 bis 5 realisiert werden: Rund um die Uhr ist professionelles Pflegepersonal vor Ort und ansprechbar, aber auch ehrenamtliche Helfer aus der Umgebung und sogar eine eigene Köchin, die die Bewohner regelmäßig mit ihren Lieblingsspeisen versorgt.

Familien-Gefühl in der Senioren-WG

Insgesamt gibt es zwölf Zimmer in der Wohngemeinschaft, die ganz nach den Vorlieben ihrer Bewohner eingerichtet werden können. „Es ist eine kleine Gemeinschaft, und dadurch eine sehr familiäre Atmosphäre“, sagt Arnika Eck, 1. Vorsitzende des Bürgervereins Neuburg. Die persönlichen und gemeinschaftlichen Wohnbereiche sind miteinander verbunden. Gemeinschaftliche Alltagsgestaltung findet ebenso statt wie die im Einzelfall erforderliche individuelle Unterstützung. „Durch das Konzept der Selbstbestimmung können die Senioren hier ein sehr würdevolles Leben leben“, so Eck.

„Ich wohnen hier gerne, weil ich hier meinen Tag frei gestalten kann. Wenn ich mal Hilfe brauche, ist immer jemand da“, erzählt Karl Fischer. Er ist vor Kurzem in die Senioren-WG gezogen. „Ich habe aber auch mein eigenes Zimmer und kann so auch mal für mich sein. Ich kann aber auch zusammen mit den anderen Bewohnern etwas unternehmen.“

Die Deutsche Fernsehlotterie

Uns ist es ein großes Anliegen, dass Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, weiterhin in ihrem gewohnten Umfeld und in Gemeinschaft leben können. Die Wohn-Pflege-Gemeinschaft „Am Dorfplatz“ förderten wir deshalb mit 294.000 Euro – übrigens nur eines von vielen sozialen Projekten, welche die Deutsche Fernsehlotterie unterstützt.So flossen 2017 über die Stiftung Deutsches Hilfswerk rund 73,2 Millionen Euro Fördergelder in 469 soziale Projekte und Einrichtungen in ganz Deutschland. Alleine in Rheinland-Pfalz wurden im letzten Jahr ganze 18 Hilfsprojekte mit rund zwei Millionen Euro gefördert. Informationen über die Förderung in den einzelnen Bundesländern und die Arbeit der Fernsehlotterie erhalten Sie in unserem Jahresbericht.

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