„Gemeinsam sind wir stark!“ – 418 Thesen für ein solidarisches Miteinander

Die Aktion „Du hast die Fäden in der Hand“ ist beendet, über 400 Thesen für eine positive Veränderung der Gesellschaft wurden auf der eigens dafür eingerichteten Online-Plattform eingereicht! Nun zieht die Deutsche Fernsehlotterie Bilanz: Welche Themen sind den Menschen besonders wichtig?

Zwei Wochen lang konnten Menschen in ganz Deutschland ihre Thesen für ein solidarisches Miteinander auf der Seite www.fäden-in-der-hand.de veröffentlichen. Die Aktion startete die Fernsehlotterie im Rahmen des Deutschen Evangelischen Kirchentags – das 500. Jubiläum der Reformation und Martin Luther dienten dabei als Inspiration. Was die Anzahl der Thesen angeht, wurde Luther weit übertroffen: Ganze 418 Stück fanden ihren Platz auf der digitalen Pinnwand!

Das Miteinander – Der Grundpfeiler einer starken Gesellschaft

Besonders erfreulich für die Soziallotterie, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das solidarische Miteinander in Deutschland zu stärken, ist, dass fast jede dritte These dieses Thema aufgreift. Grundtenor: Eine starke Gesellschaft braucht Menschen, die füreinander einstehen. „Miteinander statt gegeneinander“ und  „Begegnungen fördern, mehr miteinander als übereinander sprechen“ heißt es zum Beispiel auf der Seite.

Es finden sich nicht nur Forderungen. Auch der Anreiz dafür, eine Gemeinschaft zu gestalten, klingt in den Thesen durch. So sind viele davon überzeugt, dass ein Miteinander das Glücksgefühl fördert und Zufriedenheit schafft. Das sieht die Fernsehlotterie auch in ihrer täglichen Arbeit – und zeigt es in ihrem Online-Magazin „Du bist ein Gewinn“: Hier erhalten Menschen eine Bühne, die sich für Hilfebedürftige einsetzen – sowohl aus geförderten Projekten, als auch aus anderen Initiativen, die demonstrieren, wo und wie Solidarität heute gelebt und organisiert wird. Sie alle haben einen anderen Ansatz: Nachbarschaftshilfe, Besuchsdienste für Senioren, ein offenes Ohr für Eltern mit schwerkranken Kindern sind nur einige Beispiele. Doch so unterschiedlich die Projekte sind, sie zeigen alle, was das „Miteinander“ für Helfer und Hilfebedürftige bedeutet: Vertrauen, Verständnis, Glück und Zufriedenheit.

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Kleine Gesten – und der Wunsch nach Sicherheit

Doch wo beginnt ein Miteinander? Bereits in kleinen Gesten: „Nett sein, lächeln und ein Lächeln zurückbekommen.“ Empathie spielt für viele, die eine These eingereicht haben, eine wichtige Rolle. „Verstehen hilft!“, ist zum Beispiel eine Meinung. Und: „Sorge dafür, dass jeder nach der Begegnung mit dir etwas glücklicher ist.“ Ein Lächeln, ein nettes Wort, Höflichkeit und Wertschätzung – alles Dinge, die man im Alltag ganz einfach umsetzen kann.

Damit geht auch ein weiteres Thema, das häufig genannt wurde, einher: Toleranz. Sich auf „Augenhöhe begegnen“, die „Individualität des Einzelnen akzeptieren“ und „Alltagsrassismus überwinden“ finden sich unter anderem dazu auf der Pinnwand.
Beides – Empathie und Toleranz – führen wiederum zur Gemeinschaft, wie diese These sehr schön festmacht: „Toleranz und Akzeptanz sind das A und O für ein friedliches Miteinander!“

An einigen Stellen wurden aber auch politische Stimmen laut. Hier klingt vor allem der Wunsch nach Sicherheit durch ein „Bedingungsloses Grundeinkommen“ durch.

Den Anfang machen

Werte wie Toleranz und Empathie wieder fest in den Köpfen der Menschen zu verankern, ist ein weiterer Trend, der sich ableiten lässt. Viele schlagen vor, bei den Kindern damit zu beginnen. „Kulturelle Bildung in der Schule fördert den Zusammenhalt der Gesellschaft“, lautet etwa eine These. Eine weitere: „Wir sollten vor allem unserer Jugend Akzeptanz und Nächstenliebe vorleben.“

Auch die Fernsehlotterie sieht hier einen wichtigen Ansatz: Sie unterstützt nicht nur viele Initiativen für Kinder und Jugendliche in unterschiedlichen Lebenssituationen, sondern organisiert auch einmal im Jahr die Kinderreisen – ein Herzensprojekt. Jeden Sommer wird  Jungen und Mädchen aus sozial benachteiligten Familien eine Woche Ferien ermöglicht. Diese finden auf dem Bauernhof, im Zirkus- oder auch im Fußballcamp statt. Dort erleben die Kinder nicht nur eine aufregende Zeit, sondern werden auch in ihren Stärken und Interessen gefördert und nehmen immer etwas fürs Leben mit.

Und jetzt?

Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren, kranke Menschen und Menschen mit Behinderung – die Fernsehlotterie unterstützt seit über 60 Jahren zielgenau dort, wo Hilfe nötig ist. Das Ergebnis der Aktion bestätigt sie nun noch einmal in ihrer Arbeit und ist Ansporn, weiterhin den Fokus auf die Vielfalt der Förderung zu setzen und so, gemeinsam mit den Mitspielern, das solidarische Miteinander in Deutschland zu gestalten und zu stärken. Denn, auch so lautet eine These: „Hand in Hand geht es vorwärts!“

Übrigens: Nach Ende der Aktion ist es nicht mehr möglich, neue Thesen einzureichen. Alle 418 Stück sind aber weiterhin unter www.fäden-in-der-hand.de aufgelistet, können von Interessierten eingesehen und mit Likes unterstützt werden.