Ein sicherer Zufluchtsort

Wenn Frauen von Häuslicher Gewalt bedroht sind, finden sie im Schutzhaus des Nordhorner Sozialdienstes katholischer Frauen einen sicheren Ort – unabhängig von Konfession oder Staatsangehörigkeit.

Das Schutzhaus steht grundsätzlich jeder volljährigen von häuslicher Gewalt bedrohten oder betroffenen Frau offen – unabhängig von ihrer Konfession und Staatsangehörigkeit. Auch Kinder werden hier mit aufgenommen. „Wir beraten, begleiten und unterstützen Frauen und ihre Kinder in Krisen- und Notsituationen“, erklärt Bianca Farwick, Geschäftsführerin des Sozialdienstes. „Dank der Förderung durch die Deutsche Fernsehlotterie können wir unseren zentralen Standort erhalten und unsere wichtigen Angebote weiter ausbauen. Darüber freuen wir uns sehr.“

„Ich hatte große Probleme in der Beziehung. Das ging hin bis zu Häuslicher Gewalt. Das war nicht mehr auszuhalten“, erzählt eine Betroffene. Im Frauen- und Kinderschutzhaus des Sozialdienstes katholischer Frauen e.V. wurde sie aufgefangen und aufgebaut. „Und es wurde letztendlich alles gut“, sagt sie.

In der Einrichtung leben die Frauen ohne Angst vor Gewalt und geschützt vor der weiteren Verfolgung durch den Täter. Sie werden darin unterstützt, ihre eigenen Fähigkeiten zu erkennen, über ihr zukunftiges Leben klar zu werden und dieses selbst in die Hand zu nehmen.

Projekt Moses

Der Sozialdienst, in dem sich auch Ehrenamtliche engagieren, setzt sich seit fast 90 Jahren für Frauen und Familien in der Grafschaft Bentheim ein. Zu den Dienstleistungen gehören neben dem Frauen- und Kinderschutzhaus auch eine Schwangerenberatung, ein Betreuungsverein, eine Beratungs- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt und ein Kleiderlädchen. Darüber hinaus zählen das Projekt „KOMPASS“, welches sich Kindern als Zeugen von häuslicher Gewalt widmet, und das Babyklappen-Projekt „Moses“  zu den Angeboten.

Die Babyklappe bietet verzweifelten Frauen die Möglichkeit, das Kind anonym in ein Wärmebett zu legen. Es besteht aber auch jederzeit die Möglichkeit, sich durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Teams in einem vertraulichen Gespräch oder anonym beraten zu lassen. Dabei können Wege aus einer schienbar aussichtslosen Notsituation aufgezeigt und gemeinsam eine Lösung gefunden werden.

Die Deutsche Fernsehlotterie

Wir möchten, dass keine Frau und kein Kind Angst vor häuslicher Gewalt haben muss. Daher unterstützen wir das Frauen- und Kinderschutzhauses des Sozialdienstes katholischer Frauen, dessen Ziel es auch ist, strukturelle Gewalt gegenüber Frauen in der Gesellschaft bewusst zu machen und aufzudecken und Veränderungsprozesse zu initiieren. Wir förderten das Schutzhaus mit 218.000 Euro – übrigens eines von vielen Projekten, die wir unterstützen:  Im Jahr 2018 gingen rund 51,5 Millionen Euro Fördergelder in 366 soziale Projekte und Einrichtungen. Alleine in Niedersachsen wurden im vergangenen Jahr 22 Hilfsprojekte mit rund 3,3 Millionen Euro gefördert.

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