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Ein Nachmittag unter Nachbarn – mit Folgen ...

Hast Du am 24. Mai 2019 schon etwas vor? Nein? Dann hätten wir einen tollen Vorschlag: Sei dabei bei einem von über 2.600 Nachbarschaftsfesten in ganz Deutschland!* Bereits zum zweiten Mal ruft die nebenan.de Stiftung zum bundesweiten Aktionstag auf. Wir sind als Partner wieder mit dabei und freuen uns auf den "Tag der Nachbarn" – ebenso wie viele Projekte, die von uns gefördert wurden: Sarah Meyer, Quartiersmanagerin in Schwarzenberg (Sachsen), war mit "ihrem" Viertel bereits im letzten Jahr dabei und macht auch 2019 wieder mit. Im Interview erzählt sie, was das Nachbarschaftsfest alles bewirken kann.

Eine ältere Frau steht neben einer jüngeren Frau, die ein Kind auf dem Arm hält.

Frau Meyer, was bedeutet eine lebendige Nachbarschaft für Sie?

Lebendig heißt für mich bewusst. Bewohner nehmen sich bewusst als Nachbarn wahr und gehen aktiv miteinander in Austausch. Begegnungen und individuelle Hilfesysteme gestalten so das gemeinschaftliche Zusammenleben.

Sie waren schon im letzten Jahr beim „Tag der Nachbarn“ dabei. Wie haben Sie ihn gefeiert?

Wir, das Projekt „Quartiersentwicklung in der Stadt Schwarzenberg“, haben den Tag der Nachbarn 2018 gemeinsam mit der Grundschule Neuwelt und ihrem Förderverein, der Kindertageseinrichtung „Pfiffikus“ und dem Heimatverein Neuwelt als Gemeinschaftsprojekt im Quartier organisiert. An verschiedensten Stationen waren Jung und Alt, Kinder, Eltern und Senioren zum Mitmachen eingeladen. Unser Nachbarschaftsfest hat so eine tolle Grundlage für den Erfahrungsaustausch zwischen den Generationen geboten. Die Nachbarn und Besucher unseres Festes konnten Stoff- und Kreidemalerei oder spannende Spiele ausprobieren, bei einer Fotostation in historische Kostüme schlüpfen und so das Leben in unserer Nachbarschaft vor hundert Jahren nachempfinden. Auf die Besucher unseres Festes warteten Ausstellungen zum Stadtteil und zu Projekten von Schule und Hort. Für das leibliche Wohl sorgten ein Kuchenbasar, Wiener und gesunde Gemüsesticks sowie alkoholfreie Getränke. Fröhliche Musik rundete den Nachmittag ab.

Vier Frauen sitzen am Tisch und unterhalten sich.
Zwei Frauen stehen im Raum und halten jeweils ein Kind auf dem Arm.

Über das Projekt

Eine feste Gemeinschaft unter Nachbarn liegt uns am Herzen. Deshalb fördern wir viele Projekte und Initiativen, die das Miteinander im Viertel stärken – darunter auch das Projekt „Quartiersentwicklung in der Stadt Schwarzenberg“ der Volkssolidarität Westerzgebirge e.V. (Fördersumme: 105.955 Euro).

Erfahre mehr über das Projekt im Magazin-Artikel „Alle unter einem Dach“.

Wie hat Ihnen und den Nachbarn das Fest gefallen?

Die Rückmeldungen der Organisatoren waren durchweg positiv. Durch das enorme Engagement der Beteiligten konnte ein breites Angebot zum Mitmachen, Austauschen und Kennenlernen auf die Beine gestellt werden. Das Angebot wurde bei strahlendem Sonnenschein von Jung und Alt gern angenommen. Es war sehr schön zu sehen, wie unkompliziert die Teilnehmer miteinander den Nachmittag verbracht haben.

Deshalb sind sie auch in diesem Jahr beim „Tag der Nachbarn“ dabei?

Genau. In diesem Jahr planen wir, den „Tag der Nachbarn“ in einem anderen Stadtteil zu feiern. Und auch hier wollen wir wieder Jung und Alt zusammen bringen. In unseren Augen sind die Begegnungen zwischen den Generationen und das damit verbundene Schaffen von gegenseitigem Verständnis ein wichtiger Stützpfeiler für ein gelingendes Zusammenleben im Quartier. Übrigens feiern noch weitere Akteure örtlicher Netzwerke den Tag der Nachbarn in der Stadt. Wir freuen uns, dass sich bereits im zweiten Jahr noch mehr Menschen engagieren.

Junge Frau sitzt auf dem Boden und hält ein Kind liebevoll im Arm.
Zwei junge Frauen und ein Mann sitzen am Tisch und unterhalten sich.

Hat der „Tag der Nachbarn“ etwas in Ihrem Viertel verändert?

Als Quartiersmanager konnte ich im Rahmen des Nachbarschaftsfestes konkrete Wünsche der Bewohner in Erfahrung bringen. Zu den am häufigsten genannten Wünschen zählte ein Tempolimit vor der Schule des Stadtteils. Noch im Jahr 2018 wurde auf der Straße entlang der Schule die Höchstgeschwindigkeit 30 km/h beschlossen. Generell war das Fest für die Nachbarn selbst eine schöne Gelegenheit, Einblicke in den Schulalltag der Kinder und Informationen zu den anderen Vereinen und Einrichtungen zu erhalten.

*So kannst Du mitmachen:

Am 24. Mai 2019 feiern Nachbarschaften in ganz Deutschland wieder den Tag der Nachbarn. Ob Picknick, Grillparty, Wohnzimmerkonzert oder auf der Straße: Egal wie klein oder groß das Fest wird, die nebenan.de Stiftung unterstützt Nachbarn bei der Organisation. Auch der Leitfaden aus Merkstein bietet hier eine tolle Orientierung. Melde Dein Fest jetzt an auf www.tagdernachbarn.de und erhalte eine kostenlose Mitmachbox!

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