Ehrenamtliche radeln mit Fahrrad-Rikschas für Senioren über 1000 Kilometer nach Berlin

Radweg Deutsche Einheit: Die Deutsche Fernsehlotterie unterstützt die Aktion, die am 5. September in Bonn startet.

Jung und Alt von Bonn bis Berlin zusammenzubringen und die Idee von ehrenamtlichen Rikscha-Ausflügen mit älteren Menschen in ganz Deutschland bekannt zu machen, um eine „Einheit ohne Alter“ zu erleben: Das sind die Hauptziele einer Sonderaktion, die der gemeinnützige Verein Radeln ohne Alter Bonn e.V. vom 5. September bis 3. Oktober 2018 plant.

In dem vierwöchigen Aktionszeitraum radeln ehrenamtliche Pilotinnen und Piloten mit vier Rikschas auf dem Radweg Deutsche Einheit von Bonn nach Berlin. Auf dem Weg werden sie Senioren- und Pflegeeinrichtungen in ausgewählten Städten besuchen und die Bewohnerinnen und Bewohner zu Rikscha-Ausfahrten einladen: „So wird Menschen im Alter – und den Radelnden selbst! – Abwechslung, Mobilität und Lebensfreude geschenkt und letztlich das ‚Recht auf Wind in den Haaren‘ für alle verwirklicht“, so Natalie Chirchietti, eine der Gründerinnen des Vereins.

Gefördert wird die Aktion durch die Deutsche Fernsehlotterie, die die Tour auch in Teilen begleitet und von ihr geförderte Projekte besucht. „Als der Verein ‚Radeln ohne Alter‘ uns die Idee der Tour auf dem Radweg der Deutschen Einheit präsentiert hat, waren wir sofort Feuer und Flamme. Die Idee, generationenübergreifend Menschen zusammenzubringen, gemeinsam Freude und Vertrauen zu erleben und voneinander zu lernen, ist ein gelebtes solidarisches Miteinander, für das auch wir stehen. Zum Tag der Deutschen Einheit ist dies eine menschliche und gleichzeitig symbolische Aktion, die in diesen bewegten Zeiten so wichtig ist“, so Christian Kipper, Geschäftsführer der Deutschen Fernsehlotterie.

Der Verein Radeln ohne Alter e.V. ermöglicht Senioren Ausflüge mit Fahrradrikschas.

Der insgesamt 1089 Kilometer lange Radweg Deutsche Einheit, der durch sieben Bundesländer führt, wurde 2016 eröffnet und verbindet die „alte“ Bundeshauptstadt Bonn mit der „jungen“ Hauptstadt Berlin „Die Verbindung von Alt und Jung und die Wiedervereinigung fügen sich auch symbolisch in die Ziele unserer Initiative”, betont Caroline Kuhl, die den Verein ebenfalls mitgegründet hat.

„Mit unserer Ankunft in Berlin am Tag der Deutschen Einheit wollen wir auch für eine ‚Einheit ohne Alter‘ werben“, so Kuhl. Zudem soll durch die öffentlichkeitswirksame Aktion auch der Diskurs über die Verbesserung der Radinfrastruktur und Mobilitätsalternativen angeregt werden.

Der Start der #RoABonnBerlin-Tour ist am Mittwoch, 5. September auf dem Münsterplatz in Bonn. Die Rikschas mit Fahrerinnen und Fahrern stehen um 9 Uhr bereit, nach einem Grußwort von Bonns Oberbürgermeister Ashok Sridharan geht es um 10 Uhr los Richtung Koblenz.

Mehr Infos zur Tour finden Sie hier: www.radelnohnealter.de/roabonnberlin

Der Radweg Deutsche Einheit.

Radeln ohne Alter Bonn e.V.
Der gemeinnützige Verein wurde 2017 von neun jungen Bonnerinnen und Bonnern gegründet und hat aktuell 100 Mitglieder, darunter 40 Pilotinnen und Piloten. Sie unternehmen ehrenamtlich Rikscha-Fahrten mit Bewohnerinnen und Bewohnern von Senioren- und Pflegeheimen in Bonn. Ziel und Philosophie des Vereins ist es, älteren Menschen Zeit und Mobilität zu schenken, Bürgerinnen und Bürger miteinander zu vernetzen, voneinander zu lernen und gemeinsam die Stadt Bonn neu zu entdecken.
„Cycling without age“ wurde 2012 von Ole Kassow in Kopenhagen (Dänemark) ins Leben gerufen und hat sich seitdem zu einer weltweiten Initiative entwickelt: In mittlerweile fast 40 Ländern werden innerhalb des Netzwerks Rikscha-Fahrten für Menschen im Alter sowie Menschen mit eingeschränkter Mobilität angeboten.