Diese Wohngruppe holt mediensüchtige Jugendliche zurück ins reale Leben

Wenn Smartphone, Computer & Co. zur Sucht werden: Das Team von „Auxilium Reloaded“ hilft Jugendlichen mit riskantem Medienkonsum, sich wieder voll in die Gesellschaft zu integrieren.

Mit Freunden chatten, im Netz surfen, Computer spielen – all das gehört inzwischen für viele Menschen zum Alltag. Für einige, besonders Jugendliche und junge Erwachsene, stellt es manchmal aber auch den gesamten Lebensinhalt dar. Sie verlieren sich dann völlig in der virtuellen Welt, haben Schwierigkeiten, eine Balance zwischen Medienwelt und realem Leben zu finden. Wer früh in der Pubertät wenig Kontakt zur Umwelt hat, verpasst einfache, aber wichtige Entwicklungsschritte. Die Folgen: Unsicherheit, Isolation und oft auch psychische Störungen oder Drogenkonsum. Die Wohngruppe Malteser „Auxilium Reloaded“ in Dortmund, deren Leiter Patrick Portmann am kommenden Sonntag in der ARD die Gewinnzahlen der Fernsehlotterie präsentiert, hilft jungen Mediensüchtigen auf ihrem Weg zurück in die Gesellschaft.

Bis zu 14 Jugendliche finden hier ein neues Zuhause. Jeder Bewohner hat ein eigenes Zimmer und somit einen Raum, den er individuell gestalten kann. Der Alltag findet jedoch vor allem in den zwei großen Gruppenräumen statt, in denen sich Küchen, Ess- und Wohnzimmer befinden – hier lernen die Jugendlichen, was es bedeutet, in der Gemeinschaft zu leben.

Ziel der Einrichtung ist es zum einen, den Jugendlichen zu helfen, ein persönliches soziales Netz abseits der virtuellen Welt aufzubauen. Dazu gehört auch, ihr Selbstvertrauen zu stärken und ihnen ein Bewusstsein für die eigenen Stärken und Fähigkeiten zu vermitteln. Zum anderen lernen die Bewohner, Medien zu nutzen, ohne sich in ihnen zu verlieren. Unterstützt werden sie dabei von mehreren pädagogischen Begleitern und Begleiterinnen sowie einem Therapeuten. In Einzel- und Gruppentherapien und Trainings setzen sich die Jugendlichen intensiv mit ihren individuellen Problemstellungen auseinander und erarbeiten Lösungswege.

Der Deutschen Fernsehlotterie liegt das soziale Miteinander in Deutschland sehr am Herzen. Wir freuen uns daher, dass dieses tolle Projekt mit 12.000 Euro  gefördert werden konnte. Seit über 60 Jahren lernen wir, wo Hilfe nötig ist. So können wir zu jeder Zeit zielgenau unterstützen: Von 1956 bis 2017 erzielte die Fernsehlotterie einen karitativen Zweckertrag von über 1,8 Milliarden Euro und konnte damit mehr als 8.000 Projekte fördern. Kindern, Jugendlichen und Familien, Senioren, Migranten sowie Menschen mit Behinderung wird so ein besseres Leben ermöglicht. Alleine Nordrhein-Westfalen wurden 88 Hilfsprojekte mit über 11,9 Millionen Euro gefördert.

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