Diese Schüler machen ganz schön Theater!

Aus einer vermeintlich einfachen Frage entwickelten Neuntklässler in Berlin ein eigenes Bühnenstück, festigten so ihren Zusammenhalt und setzten sich intensiv mit gesellschaftspolitischen Themen auseinander. Angeleitet wurden sie dabei von zwei Profis.

„Was ist Heimat?“ – so lautete die Frage, mit der sich die 14 Schüler der Klasse 9b der Adolf-Reichwein-Schule im Berliner Berzirk Neukölln zwei Wochen lang beschäftigten. Heraus kam ein Stück, das geprägt war von den Gedanken, Texten und Persönlichkeiten der Jugendlichen.

Entwickelt wurde das Theaterprojekt „River“, dessen Grundlagen sich in der interkulturellen Pädagogik finden, von den Schauspielerinnen Elisabeth Fessler und Ekaterina Malkova. Ihr Ziel ist es, Begegnungen zwischen Schülern verschiedenen Alters, unterschiedlicher Herkunft und mit unterschiedlicher Geschichte zu fördern. Und gleichzeitig auch, ihnen eine kreative Möglichkeit zu bieten, sich mit Themen wie Flucht, Integration, Identität und Werten auseinanderzusetzen. Zudem leistet das Projekt durch die Förderung individueller Kompetenzen einen Beitrag zur ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung. Die Schüler lernen Verantwortung zu übernehmen und dabei auch tolerant gegenüber den Schwächen und Stärken der anderen Gruppenmitglieder zu werden. So schult das Projekt auch ein solidarisches Miteinander. Dieses liegt auch der Deutschen Fernsehlotterie sehr am Herzen. Daher freuen wir uns, dass mit Hilfe der 5.000 Euro Förderung das Projekt an der Adolf-Reichwein-Schule in Berlin realisiert werden konnte. „Bei unserem Projekt sind die meisten Schüler immer gemeinsam auf der Bühne. Das funktioniert nur, wenn alle aufeinander achten. Und wenn einer seine Rolle gespielt hat, kriegt er sehr viel Anerkennung von der Klasse“, erklärt Ekaterina Malkova. Gemeinsam mit Elisabeth Fessler präsentiert sie am kommenden Sonntag die Gewinnzahlen der Fernsehlotterie in der ARD.

Ein Stück Arbeit: So verlief das „River“-Projekt an der Adolf-Reichwein-Schule

Los ging es für die Schüler bereits Mitte Februar: Im Unterricht schrieben sie zunächst ihre Gedanken zum Thema Heimat und zu ihrem Umgang mit „dem Fremden“ auf.  Dann starteten sie in zwei intensive Projektwochen. Elisabeth Fessler und Ekaterina Malkova führten die Jugendlichen mit auflockernden Übungen an die Schauspielerei heran und erarbeiteten dann gemeinsam ein Stück aus deren Texten und Gedanken. Auch ein professioneller Rapper kam zur Unterstützung und entwickelte mit ihnen einen Rap über das Fremdsein und das Dazugehören. Am Ende präsentierten die Schüler ihr Stück vor Eltern, Lehrern und allen Interessierten, die sie mit viel Applaus und Anerkennung belohnten.

Die Deutsche Fernsehlotterie

Seit über 60 Jahren lernen wir, wo Hilfe nötig ist. So können wir zu jeder Zeit zielgenau unterstützen: Von 1956 bis 2017 erzielte die Fernsehlotterie einen karitativen Zweckertrag von über 1,8 Milliarden Euro und konnte damit mehr als 8.000 Projekte fördern. Kindern, Jugendlichen, Familien und Senioren, kranken Menschen und Menschen mit Behinderung wird so ein besseres Leben ermöglicht. Allein in Berlin förderten wir 2016 insgesamt 21 Projekte mit rund 3,5 Millionen Euro.

 

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