Deutsches Hilfswerk informiert in Workshopreihe über Fördermöglichkeiten im Themenfeld Demenz

In Deutschland gelten heute etwa 1,7 Millionen Menschen als demenzkrank. Die Stiftung Deutsches Hilfswerk fördert durch den Losverkauf der Deutschen Fernsehlotterie unter anderem auch Projekte, die die Lebenssituation von Menschen mit Demenz verbessern und die Selbstbestimmung so weit wie möglich aufrechterhalten. In vier von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) veranstalteten Regionalworkshops gaben Stiftungsvertreter Fördertipps.

Stiftungsvertreter beraten in Würzburg über Projektförderungen. Foto: BAGSO
Stiftungsvertreter beraten in Würzburg über Projektförderungen. Foto: BAGSO

Die Workshops, die im Mai und Juni in Berlin, Hamburg, Köln und Würzburg stattgefunden haben, richteten sich insbesondere an Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz. Die Lokalen Allianzen sind aus einem Modellprogramm der Bundesregierung hervorgegangen: Seit 2012 wurden 500 Hilfenetzwerke im Lebensumfeld demenziell Erkrankter geschaffen. Sie tragen dazu bei, dass Menschen mit Demenz nicht ausgegrenzt, sondern akzeptiert werden, sodass sie so lange wie möglich in ihrem sozialen Umfeld verbleiben und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Die pflegenden Angehörigen sollen zugleich möglichst umfassende Unterstützung erhalten. In fünf Förderwellen wurden bis September 2018 vielfältige Projekte für jeweils zwei Jahre vom Bund mit einmalig 10.000 Euro gefördert.

Damit die Lokalen Allianzen ihre Arbeit nachhaltig fortsetzen können, machte die BAGSO im Rahmen der vier Regionalworkshops auf verschiedene Finanzierungswege aufmerksam. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten die Möglichkeit, Erfahrungen mit der nachhaltigen Gestaltung von Netzwerken auszutauschen und Förderinstitutionen kennenzulernen – darunter auch das Deutsche Hilfswerk. Die Stiftung setzt sich durch ihre Projektförderungen im Bereich Demenz insbesondere für Teilhabe, Partizipation und Empathie ein.