Demenz als eine Facette des Lebens – Die Deutsche Fernsehlotterie ist Partner der „Woche der Demenz“

In Deutschland leben 1,6 Millionen Menschen mit Demenz. Jährlich erkranken etwa 40.000 neu. Als Partner der „Woche der Demenz“ vom 19. bis 25. September möchte die Deutsche Fernsehlotterie für die Situation Betroffener sensibilisieren. Die Aktionswoche wird von der „Allianz für Menschen mit Demenz“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie des Bundesministeriums für Gesundheit organisiert. Sie soll mehr Verständnis und Unterstützung für Betroffene und ihre Angehörigen schaffen. „Die Lebensqualität der Betroffenen hängt entscheidend davon ab, wie sich die Gesellschaft ihnen gegenüber verhält. Wir wollen deshalb das solidarische Miteinander mit den Menschen mit Demenz stärken“, erklärt Christian Kipper, Geschäftsführer der Deutschen Fernsehlotterie und der Stiftung Deutsches Hilfswerk. Dafür sei es wichtig, Demenz nicht nur als Krankheit zu sehen, sondern auch als eine Facette des Lebens zu akzeptieren.

„Wir wollen Menschen mit Demenz helfen, soziale Nähe, Kontakte und das Gefühl gebraucht zu werden zu erfahren. Wenn sie ins Alltagsleben einbezogen werden, ohne dabei überfordert zu werden, trägt das zur Zufriedenheit und einem positiven Lebensgefühl bei. Mit den fast 500 Lokalen Allianzen, an deren Erfolg auch die Deutsche Fernsehlotterie beteiligt ist, wollen wir genau dieses erreichen“, sagt Petra Weritz-Hanf, Ministerialrätin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Demenz-Café schafft soziale Kontakte

Die Fernsehlotterie will nicht nur über die Krankheit aufklären, sondern fördert in der „Allianz für Menschen mit Demenz“ auch lokale Projekte wie das Bündnis „Leben mit Demenz in Fischeln“. In Krefelds südlichstem Stadtteil leben besonders viele Senioren. Sie unterstützt der Arbeiter-Samariter-Bund mit individuellen Hilfsangeboten. „Wir wollen die Menschen für das Thema Demenz sensibilisieren und zeigen, dass jeder von uns etwas für das Zusammenleben tun kann“, sagt Manuela Hausmann, Koordinatorin des Quartiersprojektes. Aus gutem Grund: Soziale Kontakte verlangsamen das Fortschreiten der Erkrankung und die Menschen können länger in ihrem vertrauten Umfeld bleiben. Die Angehörigen werden im täglichen, oft schwierigen Zusammenleben unterstützt und entlastet. Ein zentraler Anlaufpunkt dafür ist das Demenz-Café. Hier scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Die Sessel mit den etwas abgewetzten Polstern stammen aus den 50er Jahren. Auf dem Tisch steht Geschirr mit verschnörkelten Blumen und Goldrand.

Das Ambiente soll die dementen Besucher an frühere Zeiten erinnern und ein Gefühl von Sicherheit geben. Aber auch Angehörigengruppen treffen sich hier. Regelmäßig finden Tanztees, Lesungen und Filmnachmittage statt. Außerdem gibt es Angebote für Angehörige und Ehrenamtliche. Ohne die finanzielle Unterstützung der Stiftung Deutsches Hilfswerk und der Deutschen Fernsehlotterie wären solche Projekte kaum möglich.

Der Demografische Wandel als gesellschaftliche Herausforderung

„Die Frage, wie das solidarische Miteinander in Zeiten des demografischen Wandels organisiert werden kann, ist für uns von hoher Bedeutung. Immerhin betrifft es uns alle“, erklärt Kipper. So wünschen sich die Senioren von heute ein selbstbestimmtes und selbstständiges Leben bis ins hohe Alter. Gleichzeitig erschweren die Lebensumstände der Kindergeneration die Betreuung der Angehörigen. „Die Nachbarschaft gewinnt in Zukunft weiter an Relevanz“, sagt er. Deshalb fördert die Deutsche Fernsehlotterie gemeinsam mit ihren Mitspielern Quartiersprojekte und ist seit Anfang diesen Jahres Partner der „Demografiewerkstatt Kommunen“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Das Projekt unterstützt ausgewählte Kommunen und Landkreise bei der Entwicklung neuer Ansätze für ein altersfreundliches, aktives, selbstbestimmtes Leben im Alter und ein generationsübergreifendes Miteinander.

Weiterführende Links:
Demografiewerkstatt Kommunen
Allianz für Demenz
Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz
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