Das von uns gesponsorte Filmfest Hamburg startet

Heute startet das FILMFEST HAMBURG mit Große Freiheit in seine 29. Edition. Sebastian Meises dritter Kinofilm und Jury-Preis-Gewinner von »Un Certain Regard« in Cannes rückt das wenig beachtete Thema der Kriminalisierung Homosexueller im Nachkriegsdeutschland in den Fokus. Zum Start des Filmfests beantwortet unser Geschäftsführer Christian Kipper einige Fragen zu unserem Engagement.

Das FILMFEST HAMBURG thematisiert jedes Jahr wichtige gesellschaftliche und soziale Themen. Der Eröffnungsfilm “Große Freiheit” von Regisseur Sebastian Meise erinnert daran, dass mittels des berüchtigten §175 im repressiven Nachkriegsdeutschland bis in die späten 60er-Jahre homosexuelle Männer systematisch verfolgt und inhaftiert wurden. Was dieser Paragraph für betroffene Menschen bedeutete, beschreibt Dieter Schmidt von der Schwulenberatung Berlin im Interview in unserem Magazin.

Zum Festjahr 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland zeigt das FILMFEST HAMBURG im Rahmen der Initiative #2021JLID in Kooperation mit dem Jüdischen Salon am Grindel e.V. den Dokumentarfilm von Niko Apel “Wir sind alle deutsche Juden”. Darin fragt der Filmemacher nach der jüdischen Identität und begleitet den einstigen Studentenführer und ehemaligen Grünenpolitiker Daniel Cohn-Bendit auf eine sehr persönliche Reise nach Israel. In unserem Magazin berichtet Aron Schuster, Direktor der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST), über Stigmatisierung, Inspiration und das, was selten thematisiert wird: Alltägliches.

Die Bedeutung vom FILMFEST HAMBURG erklärt Geschäftsführer Christian Kipper:

Seit wann unterstützen Sie das Filmfest Hamburg und was hat Sie dazu veranlasst?

Christian Kipper: Wir unterstützen das FILMFEST HAMBURG seit 2014. Uns hat die lokale Verbundenheit und der Aspekt der Gemeinschaft und des sozialen Miteinanders zur Zusammenarbeit veranlasst. Auch wir sind eine Hamburger Institution, seitdem wir 1956 in Planten und Blomen zum ersten Mal on air gingen. Wir kennen die Kraft von emotionalen Geschichten und die Möglichkeit, damit Menschen und Herzen zu erreichen. Wir unterstützen nun schon seit 65 Jahren soziale Projekte bundesweit. Kino und das Erzählen von Geschichten sind Teil eines Miteinanders, einer Teilhabe, durch die man Gemeinschaft erfährt.

Christian Kipper, Geschäftsführer der Deutschen Fernsehlotterie und der Stiftung Deutsches Hilfswerk
Christian Kipper, Geschäftsführer der Deutschen Fernsehlotterie und der Stiftung Deutsches Hilfswerk

Welche Bedeutung hat das Filmfest für die Deutsche Fernsehlotterie und für Sie persönlich? Erinnern Sie sich an ein besonderes Erlebnis?

Christian Kipper: Das Filmfest zeigt unsere lokale Verwurzelung. Wir laden jedes Jahr Menschen zum Filmfest ein, die sich Kultur normalerweise nicht leisten können. Kultur ist Teilhabe, Kino ist ein Ort des Erlebens von Gemeinschaft, ein Ort an dem Kreativität gekitzelt wird. Persönlich erinnere ich mich sehr gerne an viele Gespräche mit unterschiedlichsten Menschen nach der Premierenveranstaltung, bei denen man über das gemeinsam Gesehene diskutiert hat.

Welche Zukunftsversion haben Sie für das Filmfest und Ihr Engagement?

Christian Kipper: Wir freuen uns über die Kreativität, die jedes Jahr beim Filmfest gezeigt wird. Gerade, wenn Künstler*innen über ihr filmisches Schaffen auch soziale Aspekte beleuchten, die bislang nicht im Rampenlicht standen, zeigt sich die Kraft und Bedeutung eines solchen Festivals. Kunst kann Gesellschaft verändern. Im sozialen Bereich gibt es eine Unmenge an faszinierenden, liebevollen, bewegenden und dramatischen Geschichten und viele einzigartige Menschen, die es verdienen, gesehen und gehört zu werden. Ich freue mich, wenn das Filmfest hier weiterhin seine wertvolle Arbeit der Wertschätzung und Würdigung fortsetzt und Filme mit Ausrufezeichen präsentiert.

Eines von vielen geförderten Projekten in Hamburg: GoBanyo
Eines von vielen geförderten Projekten in Hamburg: GoBanyo