Religion erleben

Jedes Jahr organisiert die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland Feriencamps für Kinder- und Jugendliche, in denen Kultur und Tradition vermittelt werden.

„Zedaka“ (hebr.) ist das Leitbild, auf dem das jüdische Verständnis von Wohltätigkeit basiert. Es bedeutet aber nicht nur Almosen zu geben, sondern meint wörtlich übersetzt „Gerechtigkeit“. Das höchste Ziel ist, dem Verarmten so zu helfen, dass er für sich selbst sorgen kann. Dieses Leitbild wird seit Jahrhunderten gelebt, das Anliegen der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) ist, es mit neuen Inhalten zu füllen und aktuellen Veränderungen laufend anzupassen.

Als Dachorganisation vertritt die ZWST die jüdischen Gemeinden und Landesverbände auf dem Gebiet der jüdischen Sozialarbeit. Sie ist einer der sechs Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege und Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW).

Themen, die zur Arbeit der ZWST zählen, sind vielfältig. Die Förderung einer integrativen und professionellen Sozialarbeit gehört ebenso dazu wie die Stärkung der jüdischen Identitäten, zielgerechte Beratung und Betreuung sowie Hilfe zur Selbsthilfe. Zweimal im Jahr organisiert die ZWST zudem eine Ferienfreizeit – Machanot – für Kinder und Jugendliche in Bad Sobernheim, Rheinland-Pfalz. „Sie bieten einen Mix aus Erholung, Freizeitaktivitäten und Workshops“, sagt Aron Schuster, Stellvertretender Direktor der ZWST, der am kommenden Sonntag (27.8.) die Gewinnzahlen der Fernsehlotterie in der ARD präsentiert. Jugendleiterin Susanne Benizri erzählt: „Ich war selbst einmal Teilnehmerin hier. Wenn ich nicht auf Ferienfreizeit gefahren wäre, dann hätte ich niemals andere jüdische Jugendliche kennengelernt. Man ist schon ein bisschen alleine, und es ist toll, wenn man andere aus ganz Deutschland trifft.“

Höchstes Anliegen ist es, soziale Kompetenzen sowie den Zusammenhalt und die Vernetzung der jungen Generation zu fördern. Gleichzeitig stützt die Vermittlung von jüdischer Kultur und Tradition die Identitätsfindung. Mithilfe von 500.000 Euro Förderung konnten die Feriencamps in den vergangenen Jahren realisiert werden.

Die Deutsche Fernsehlotterie

Seit über 60 Jahren lernen wir, wo Hilfe nötig ist. So können wir zu jeder Zeit zielgenau unterstützen: Von 1956 bis 2017 erzielte die Fernsehlotterie einen karitativen Zweckertrag von über 1,8 Milliarden Euro und konnte damit mehr als 8.000 Projekte fördern. Kindern, Jugendlichen, Familien und Senioren, kranken Menschen und Menschen mit Behinderung wird so ein besseres Leben ermöglicht. Alleine in Rheinland-Pfalz wurden vergangenes Jahr 37 Hilfsprojekte mit rund 5,5 Millionen Euro gefördert.

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