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Hilfe beim Neustart: Projekt Ankerplatz

Der Einstieg in ein normales Leben nach dem Gefängnis ist für viele Haftentlassene keine einfache Aufgabe. Das fängt schon bei der Wohnungssuche an. Damit eine Resozialisierung gelingt, hilft der Hamburger Fürsorgeverein bei der Suche nach einem neuen Heim.

,,Die Menschen mit denen ich arbeite, brauchen soziale Kontakte und in der Regel haben sie es nicht leicht zu erklären wer sie sind und woher sie kommen“, sagt Sozialarbeiterin Birgit  Knauer. ,,Im Hamburger Fürsorgeverein reichen wir ihnen die Hand.‘‘ Sie engagiert sich beim Projekt Ankerplatz für haftentlassene Menschen und hilft ihnen, einen Ausgangspunkt für ein straffreies Leben zu schaffen: ein eigenes, sicheres Heim.

Bei dem Projekt mietet der Verein eine Wohnung bei der Partner–Wohnungsgenossenschaft als Zwischenmieter an. Außerdem übernimmt er die Mietzahlung für die ersten zwölf Monate und steht für beide Seiten als Berater und Ansprechpartner zur Verfügung. Wenn die Probezeit zu allseitiger Zufriedenheit verläuft, übernimmt der Mieter die Wohnung mit einem eigenen Mietvertrag auf eigene Verantwortung.

Abgesehen von der Wohnungssuche, hilft der Hamburger Fürsorgeverein bei persönlichen Krisen, bei Fragen der Alltagsbewältigung und bei Fragen rund um den Einzug. Auch für Angehörige gibt es eine Anlaufstelle: In Einzelgesprächen helfen die Mitarbeiter dabei, die schwierige Zeit, in der das Familienmitglied in Haft ist, zu überbrücken.

Ziel des Vereins ist es, durch die gesellschaftliche Integration eine Senkung der Kriminalitätsbelastung in Hamburg zu erreichen. Die Deutsche Fernsehlotterie förderte das Projekt mit 92.000 Euro.

,,Indem wir Menschen nach der Haftentlassung unterstützen helfen wir ihnen, wieder einen Platz in der Gesellschaft zu finden‘‘, sagt Andreas Mengler, Geschäftsführer des Vereins, der am kommendem Sonntag die Gewinnzahlen der Fernsehlotterie in der ARD präsentiert.

Die Deutsche Fernsehlotterie

Seit über 60 Jahren lernen wir, wo Hilfe nötig ist. So können wir zu jeder Zeit zielgenau unterstützen: Von 1956 bis 2017 erzielte die Fernsehlotterie einen karitativen Zweckertrag von über 1,8 Milliarden Euro und konnte damit mehr als 8.000 Projekte fördern. Kindern, Jugendlichen, Familien und Senioren, kranken Menschen und Menschen mit Behinderung wird so ein besseres Leben ermöglicht. Alleine in Hamburg wurden vergangenes Jahr 32 Hilfsprojekte mit rund 4 Millionen Euro gefördert.

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